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Glarner SP-Präsident Jacques Marti tritt zurück

19. April 2021, 12:37 Uhr
2015 kandidierte Jacques Marti erfolglos für den Nationalrat. (Archivbild)
© KEYSTONE/SEBASTIAN SCHNEIDER
Drei Wochen nach der Rückkehr der Glarner SP in die Kantonsregierung tritt Parteipräsident Jacques Marti zurück. Mit einem Regierungsratssitz könne die Partei «keine so harte Oppositionsarbeit» mehr machen, wie er sie betreiben wolle, begründet Marti seinen Abgang.

«Viele in der Partei wünschen sich eine Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Parteien und wollen niemanden wütend machen», sagte Marti am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das könne er aber nicht mittragen, weil er seine Anliegen direkt äussern und keine Rücksicht auf Parlamentskolleginnen und -kollegen nehmen möchte.

Eine Politik des Konsenses löse bei ihm kein Freude aus, sagte er zudem in einem Interview mit dem Onlineportal südostschweiz.ch. Der Politiker mit Jahrgang 1983 fühlt sich laut eigener Aussage nach wie vor wohl bei der SP - aber einfach nicht mehr an deren Spitze als Präsident.

Hinter dem neugewählten SP-Regierungsrat Markus Heer stehe er grundsätzlich voll und ganz, betonte Marti. Heer habe einen guten Wahlkampf geführt und seine moderate Strategie sei aufgegangen. «Das respektiere ich. Es ist aber eben einfach nicht meine Welt», erklärte Marti.

Schon im September 2019 war Marti als Landrat zurückgetreten. Er sass für die SP seit 2012 im Kantonsparlament. Damals gab er Familiäre Gründe an. Er und seine Frau erwarteten zum vierten Mal Nachwuchs.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. April 2021 12:37
aktualisiert: 19. April 2021 12:37