Glückskette

Glückskette sammelt über sieben Millionen Franken für Ostafrika

23. November 2022, 23:46 Uhr
Die Glückskette hat am nationalen Sammeltag für die Opfer der Hungerkatastrophe in Ostafrika bis 23 Uhr Spendenzusagen in Höhe von 7'077'301 Franken erhalten. Schweizweit unterstützten über 280 Freiwillige und zahlreiche Persönlichkeiten die Sammelaktion.
Der kenianische Hirte Yusuf Abdullahi steht zwischen den Kadavern seiner 40 verhungerten Ziegen. (Archivbild)
© Keystone/AP/BRIAN INGANGA
Anzeige

Die Länder am Horn von Afrika - Kenia, Somalia und Äthiopien - leiden derzeit unter der schlimmsten Dürre der letzten 40 Jahre, wie die Glückskette mitteilte. Mehr als 36 Millionen Menschen sind von Nahrungs- und Wasserknappheit betroffen. Fast neun Millionen Nutztiere sind aufgrund des Wassermangels verendet.

Mit den Spenden sollen Projekte der Partnerorganisationen vor Ort unterstützt werden. Dazu zählen laut Glückskette Caritas Schweiz, CBM, Helvetas, Medair, Save the Children Schweiz, die Stiftung Terre des hommes sowie Veterinaires Sans Frontiers. Sie leisten Nothilfe in Form von Bargeldunterstützung, Wasser- und Nahrungszugang oder Gesundheitsleistungen.

Spenden weiterhin möglich

Der Sammeltag hatte am Mittwoch um 07.00 Uhr begonnen und dauerte bis 23.00 Uhr. Spenden gingen aber weiterhin ein, wie ein Sprecher der Glückskette mitteilte. Gesammelt wurde online und telefonisch in Sammelzentralen in Zürich, Chur, Genf und Lugano. Online und per Postschalter können weiterhin Spendenzusagen abgegeben werden.

Die Stiftung wurde am nationalen Solidaritätstag von den öffentlichen Fernseh- und Radiostationen in der Schweiz unterstützt. Als ein Beispiel für eine grosszügige Spende erwähnte die Moderatorin von Schweizer Radio SRF am Mittwochvormittag eine Familie. Sie führten eine gute Ehe, ihre Kinder und Enkelkinder seien gesund, hätten sie verlauten lassen. Sie spendeten aus tiefer Dankbarkeit.

In einem anderen Fall habe eine Frau angerufen, um 100 Franken für Ostafrika zu spenden. Sei sei dann mit ihrem Hund spazieren gegangen und habe nochmals darüber nachgedacht. Sie habe dann erneut zum Hörer gegriffen und ihre Spende auf 500 Franken erhöht.

Bereits im April Unterstützung über 1,8 Millionen Franken

Bereits im April hatte die Glückskette ein Spendenkonto wegen der Dürre am Horn von Afrika eröffnet. Sie konnte mit Spenden und einer Sofortfinanzierung aus dem Glückskette-Nothilfe-Fonds schon über 1,8 Millionen Franken für die Unterstützung der Betroffenen einsetzen.

Afrika stand vor viereinhalb Jahren bereits einmal bei einem Sammeltag der Glückskette im Zentrum. Damals ging es um die Hungersnot in Nigeria, Südsudan und Somalia. Insgesamt kamen dabei innert eines Jahres 19 Millionen Franken zusammen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. November 2022 23:46
aktualisiert: 23. November 2022 23:46