National League

Gottéron feiert sechsten Sieg in Serie

26. Februar 2022, 06:03 Uhr
Fribourg-Gottéron feiert mit einem 5:3 gegen Genève-Servette den sechsten Sieg in Serie und liegt bei einem Spiel weniger weiterhin zwei Punkte vor Titelverteidiger Zug
Vor allem in der stürmischen Startphase der Langnauer war SCB-Goalie Philip Wüthrich ein starker Rückhalt
© KEYSTONE/MARCEL BIERI

Im Kampf um den 6. Platz – die ersten sechs qualifizieren sich direkt für die Playoff-Viertelfinals – feierte Lausanne mit dem 5:3 bei Ambri-Piotta einen wichtigen Sieg. Die auf dem 9. Platz rangierten Waadtländer liegen noch sechs Punkte hinter den sechstklassierten Davosern und haben zwei Partien weniger ausgetragen. Der HCD verlor auswärts gegen die ZSC Lions 3:4.

Ajoie kassierte mit dem 0:3 in Biel die 19. Niederlage in Folge, die SCL Tigers verloren beim 1:3 in Bern zum 14. Mal in Serie.

Fribourg mit der Wende innert drei Minuten

Fribourg-Gottéron bleibt zuhause eine Macht. Dank vier Toren in drei Minuten zum Ende des Mitteldrittels gewinnt der Leader gegen Genève-Servette 5:3. Es ist der zwölfte Sieg in Folge vor heimischem Publikum.

Der Sieg der Freiburger vor einmal mehr fast 9000 Zuschauern im neuen Stadion war verdient, brauchte nach Tyler Moys frühem 0:1 aber etwas Anlaufzeit. Erst in der 36. Minute gelang dem Verteidiger Raphael Diaz im Powerplay der 1:1-Ausgleich. Danach brachen alle Dämme. Samuel Walser, David Desharnais und Matthias Rossi sorgten noch vor der zweiten Pause mit drei weiteren Treffern für klare Verhältnisse.

Vermeintlich. Denn mit Strafen brachten sich die Freiburger nochmal in Bedrängnis. Servette verkürzte auf 3:4, erst das zweite Tor von Desharnais in der zweitletzten Minute brachte die Entscheidung. Gottéron gewann im fünften Saisonspiel gegen Servette zum vierten Mal – gegen das man letztes Jahr in den Playoffs chancenlos war.

Das Leiden der SCL Tigers geht weiter

Das Leiden der SCL Tigers geht weiter: Die Emmentaler unterlagen im Berner Derby vor gut 15'000 Zuschauern beim SCB 1:3 und verloren damit das 14. Spiel in Folge.

Noch verstärkt wird das Leiden der serbelnden Langnauer durch die katastrophale Bilanz gegen den grossen Kantons-Nachbarn. Seit Dezember 2020 und mittlerweile acht Spielen warten sie nun schon auf einen der prestigeträchtigen Erfolge.

Mindestens ein Drittel lang durfte das Team von Interimstrainer Yves Sarault auf eine Überraschung hoffen. Es startete schwungvoll, jedoch ohne zählbares Ergebnis. Dann dauerte es nach der Pause aber nur 17 Sekunden, ehe Thierry Bader die Stadtberner in Führung schoss. Neun Minuten später sorgte Joshua Fahrni mit seinem zweiten Saisontor, beide gegen die SCL Tigers, für eine Vorentscheidung.

Nach dem 3:0 durch Colin Gerber gelang den Gästen nur noch der Ehrentreffer von Flavio Schmutz.

Ajoie verliert auch unter Vauclair

Ajoie gelang es auch mit dem neuen Trainer Julien Vauclair nicht, die Niederlagenserie zu beenden. Die Jurassier unterlagen in Biel 0:3 und verloren zum 19. Mal in Folge.

Die Gäste wehrten sich nach Kräften. In der 7. Minute hatten sie Pech, als Guillaume Asselin an der Latte scheiterte. Es dauerte genau 32 Minuten, bis die überlegenen Bieler im Powerplay durch Luca Hischier in Führung gingen. Kurz vor der zweiten Pause erhöhten Mike Künzle (38.) und Jere Sallinen (39.) mit einem Doppelschlag innert 43 Sekunden auf 3:0. Der Bieler Keeper Joran van Pottelberghe wehrte bei seinem fünften Shutout in der laufenden Meisterschaft 16 Schüsse ab.

Lausanne bezwingt Ambri erneut

Lausanne gewann auch das zweite Spiel gegen Ambri-Piotta in dieser Woche, diesmal 5:3. Es war im vierten und letzten Direktduell dieser beiden Teams in der laufenden Qualifikation der erste Auswärtssieg – die ersten drei Partien hatten jeweils 3:2 geendet.

Die Gäste gingen dank einem Doppelschlag innert 50 Sekunden früh 2:0 in Führung (8.). Die Tore erzielten Martin Gernat im Powerplay und Cody Almond. In der Folge gelang Ambri nicht weniger als dreimal der Anschlusstreffer, dennoch erlitten die Nordtessiner die siebente Niederlage in den letzten acht Partien vor heimischem Publikum. Insofern war es ein schwacher Trost, dass bei den Gastgebern für einmal das Powerplay funktionierte, sie erzielten alle drei Tore in Überzahl. Bei Lausanne punktete der Tscheche Jiri Sekac (zwei Assists) im elften Spiel hintereinander.

Zug siegt dank Shorthander

Es lief die 54. Minute, der Zuger Topskorer Jan Kovar kassierte wegen eines hohen Stocks zweimal zwei Minuten. Doch es waren die Zentralschweizer, die das entscheidende 3:2 schossen. Dafür verantwortlich zeichnete in der 57. Minute Reto Suri, der zum 18. Mal in der höchsten Schweizer Liga einen Shorthander erzielte. Suri hatte in der vergangenen Saison noch für Lugano gespielt.

Zur zweiten Pause lag der EVZ noch 1:2 hinten. Das 2:2 (46.) gelang dem formstarken schwedischen Verteidiger Niklas Hansson, der schon das 1:1 von Yannick Zehnder (9.) vorbereitet hatte. Hansson hat in den letzten fünf Partien nicht weniger als fünf Tore und sechs Assists erzielt. Während Zug den zehnten Sieg in den letzten elf Partien feierte, verlor Lugano nach drei Erfolgen erstmals wieder. In den Direktduellen war es der fünfte Sieg in Folge für den EVZ.

Telegramme:

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 5:3 (0:1, 4:0, 1:2)

8934 Zuschauer. - SR Lemelin (CAN)/Borga, Steenstra (CAN)/Gnemmi. - Tore: 6. Moy (Maurer) 0:1. 36. Diaz (Brodin/Powerplaytor) 1:1. 38. (37:06) Walser (Jörg, Rossi) 2:1. 38. (37:49) Desharnais (Mottet) 3:1. 39. (38:42) Rossi (Walser, Jörg) 4:1. 50. Rod (Jooris, Richard/Powerplaytor) 4:2. 53. Richard (Vermin) 4:3. 60. (59:06) Desharnais (Mottet/Powerplaytor) 5:3. - Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (Sutter) plus Spieldauer (Sutter) gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 plus 5 Minuten (Maurer) plus Spieldauer (Maurer) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Tömmernes.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Jecker; Sutter, Furrer; Diaz, Dufner; Kamerzin; Marchon, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Jörg; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Brodin, Haussener, Bykow; Bougro.

Genève-Servette: Descloux; Karrer, Tömmernes; Vatanen, Maurer; Jacquemet, Le Coultre; Völlmin; Rod, Filppula, Winnik; Smirnovs, Richard, Vermin; Moy, Jooris, Vouillamoz; Antonietti, Berthon, Riat; Cavalleri.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Jobin (verletzt), Genève-Servette ohne Miranda, Patry, Tanner (alle verletzt) und Pouliot (gesperrt).

Lugano - Zug 2:3 (2:1, 0:0, 0:2)

4988 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Hürlimann, Schlegel/Stalder. - Tore: 5. Morini (Boedker, Alatalo/Powerplaytor) 1:0. 9. Zehnder (Hansson, Senteler/Powerplaytor) 1:1. 15. Fazzini (Morini) 2:1. 46. Hansson (Senteler) 2:2. 57. Suri (Leuenberger/Unterzahltor!) 2:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Kovar.

Lugano: Fatton; Alatalo, Guerra; Loeffel, Mirco Müller; Chiesa, Wolf; Näser, Traber; Carr, Thürkauf, Josephs; Fazzini, Arcobello, Morini; Bertaggia, Herburger, Boedker; Vedova, Walker, Stoffel.

Zug: Genoni; Schlumpf, Kreis; Cadonau, Djoos; Hansson, Stadler; Gross; Simion, Kovar, Hofmann; Suri, Senteler, Zehnder; Marco Müller, Lander, Herzog; Allenspach, Leuenberger, Bachofner.

Bemerkungen: Lugano ohne Fadani, Herren, Schlegel (alle verletzt), Riva (krank) und Irving (überzähliger Ausländer), Zug ohne Martschini (verletzt), Hollenstein (krank) und Klingberg (überzähliger Ausländer). Lugano ab 58:39 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Lausanne 3:5 (1:2, 2:2, 0:1)

6112 Zuschauer. - SR Tscherrig/Hebeisen, Altmann/Cattaneo. - Tore: 7. (6:51) Gernat (Genazzi/Powerplaytor) 0:1. 8. (7:41) Almond (Frick) 0:2. 17. Fora (Conacher/Powerplaytor) 1:2. 26. Marti (Gernat) 1:3. 29. Conacher (Hietanen, Pestoni/bei 5 gegen 3) 2:3. 34. Jäger 2:4. 40. (39:18) Heim (Hietanen/Powerplaytor) 3:4. 46. Bertschy 3:5. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Sekac.

Ambri-Piotta: Ciaccio (46.-52. Conz); Hietanen, Isacco Dotti; Fora, Zaccheo Dotti; Burren, Fischer; Fohrler; Pestoni, Regin, Zwerger; Bürgler, Heim, Conacher; Grassi, McMillan, Kneubuehler; Trisconi, Kostner, Bianchi; Neuenschwander.

Lausanne: Stephan; Glauser, Genazzi; Holdener, Gernat; Heldner, Frick; Krueger, Marti; Riat, Fuchs, Sekac; Bozon, Paré, Emmerton; Almond, Bertschy, Kenins; Douay, Jäger, Baumgartner.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Hächler (verletzt), Dal Pian (krank), D'Agostini und Moses (beide überzählige Ausländer). Ambri-Piotta ab 58:12 ohne Torhüter.

Bern - SCL Tigers 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)

15'389 Zuschauer. - SR Stricker/Dipietro, Obwegeser/Kehrli. - Tore: 21. (20:17) Bader (Fahrni) 1:0. 30. Fahrni (Goloubef, Varone) 2:0. 47. Colin Gerber (Varone, Fahrni) 3:0. 49. Schmutz 3:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Kahun; Olofsson.

Bern: Wüthrich; Goloubef, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Pinana; Praplan, Kahun, Moser; Ruefenacht, Jeffrey, Kast; Fahrni, Varone, Bader; Sciaroni, Neuenschwander, Alain Berger; Näf.

SCL Tigers: Punnenovs; Schilt, Elsener; Blaser, Grossniklaus; Zryd, Leeger; Guggenheim; Grenier, Saarela, Pesonen; Rohrbach, Schmutz, Olofsson; Petrini, Diem, Weibel; Pascal Berger, Salzgeber, Sturny; Loosli.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Scherwey, Thomas, Untersander (alle verletzt), Jeremi Gerber (gesperrt) und Daugavins (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Erni, Huguenin, Mayer, Stettler und Zaetta (alle verletzt). SCL Tigers von 57:21 bis 59:35 ohne Torhüter.

Biel - Ajoie 3:0 (0:0, 3:0, 0:0)

6249 Zuschauer. - SR Wiegand/Hungerbühler, Fuchs/Wolf. - Tore: 32. Hischier (Indrasis, Rajala/Powerplaytor) 1:0. 38. (37:58) Künzle (Brunner) 2:0. 39. (38:41) Sallinen (Stampfli) 3:0. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Devos.

Biel: van Pottelberghe; Stampfli, Lööv; Yakovenko, Grossmann; Schneeberger, Forster; Delémont; Hischier, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Sallinen, Indrasis, Hofer; Kessler, Froidevaux, Hügli; Schläpfer.

Ajoie: Wolf; Gauthier-Leduc, Pouilly; Rouiller, Hauert; Birbaum, Eigenmann; Bartholet; Huber, Devos, Schmutz; Asselin, Frossard, Schweri; Frei, Romanenghi, Wannström; Bogdanoff, Macquat, Schnegg.

Bemerkungen: Biel ohne Fey, Kohler, Korpikoski, Rathgeb (alle verletzt) und Theo Beglieri (gesperrt).

Resultate/Ranglisten

Bern - SCL Tigers 3:1 (0:0, 2:0, 1:1). Ambri-Piotta - Lausanne 3:5 (1:2, 2:2, 0:1). Biel - Ajoie 3:0 (0:0, 3:0, 0:0). Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 5:3 (0:1, 4:0, 1:2). Lugano - Zug 2:3 (2:1, 0:0, 0:2). ZSC Lions - Davos 4:3 (1:0, 3:2, 0:1).

Rangliste: 1. Fribourg-Gottéron 42/91 (145:101). 2. Zug 43/89 (153:98). 3. Rapperswil-Jona Lakers 44/82 (141:111). 4. ZSC Lions 45/82 (147:118). 5. Biel 43/78 (134:109). 6. Davos 44/71 (125:110). 7. Lausanne 42/65 (119:126). 8. Genève-Servette 44/67 (118:118). 9. Lugano 44/66 (134:129). 10. Bern 43/56 (120:122). 11. Ambri-Piotta 44/49 (108:125). 12. SCL Tigers 44/32 (117:173). 13. Ajoie 42/18 (76:197).

Rangliste nach Punktekoeffizient:

Rangliste: 1. Fribourg-Gottéron 2,17/42/91 (145:101). 2. Zug 2,07/43/89 (153:98). 3. Rapperswil-Jona Lakers 1,86/44/82 (141:111). 4. ZSC Lions 1,82/45/82 (147:118). 5. Biel 1,81/43/78 (134:109). 6. Davos 1,61/44/71 (125:110). 7. Lausanne 1,55/42/65 (119:126). 8. Genève-Servette 1,52/44/67 (118:118). 9. Lugano 1,50/44/66 (134:129). 10. Bern 1,30/43/56 (120:122). 11. Ambri-Piotta 1,11/44/49 (108:125). 12. SCL Tigers 0,73/44/32 (117:173). 13. Ajoie 0,43/42/18 (76:197).

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. Februar 2022 06:03
aktualisiert: 26. Februar 2022 06:03
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