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Medienkonferenz

Gratis-Tests und Einreise – die wichtigsten Infos des Bundesrats

24. September 2021, 17:03 Uhr
Gesundheitsminister Alain Berset hat am Freitagnachmittag über die weiteren Schritte des Bundesrates in der Coronapandemie informiert. Unter anderem soll der Coronatest für einmal-geimpfte Personen noch bis Ende November gratis bleiben.
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Quelle: CH Media Video Unit

Gratistests, Reisebestimmungen und Impfquote – in diesem Q&A beantworten wir dir die wichtigsten Fragen zur Medienkonferenz des Bundesrates.

Ab wann wird der Coronatest kostenpflichtig?

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung entschieden, dass der Coronatest für Personen, die erst eine Impfdosis erhalten haben, noch bis Ende November gratis bleiben soll. Dieser Vorschlag wird nun bei den Kantonen in die Vernehmlassung geschickt.

Um genügend Zeit für die Entscheidung zu haben, hat der Bundesrat zudem vorgeschlagen, dass die Testkosten auch für alle anderen Personen noch bis zum 10. Oktober vom Bund übernommen werden. Ebenfalls übernommen werden die Testkosten von schwangeren Frauen, die über ein Arztzeugnis verfügen, das belegt, dass sie sich aus Risikogründen nicht impfen lassen können, sowie für unter 16-Jährige und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder Corona-Symptome aufweisen.

Wie viele Kosten verursachen die Gratis-Tests für den Bund?

Aufgrund der Einführung der Zertifikatspflicht am 13. September sowie durch die Verlängerung der Kostenübernahme von Coronatests um zehn Tage rechnet der Bund mit zusätzlichen Kosten von rund 160 Millionen Franken. Weitere 120 Millionen Franken wird die Verlängerung der Kostenübernahme der Tests für einfach geimpfte Personen bis Ende November den Bund schätzungsweise kosten.

Wie steht es um die Impfquote der Schweiz?

Die Zahl der Impfungen hat in den letzten drei Monaten deutlich zugenommen. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht sowie die epidemiologische Lage und die Zunahme der Hospitalisationen dürfte viele Personen dazu bewogen haben, sich nach den Sommerferien impfen zu lassen. Anfang August wurden schweizweit rund 8000, Mitte September rund 20'000 und seit kurzem rund 30'000 Erstimpfungen pro Tag durchgeführt.

Auch bei der Impfstoffbeschaffung geht es weiter vorwärts. In absehbarer Zeit soll die Schweiz über einen nicht mRNA-basierten Impfstoff verfügen, der es unter anderem auch allergischen Personen ermöglichen soll, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

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Quelle: CH Media Video Unit

Welche Länder stehen momentan auf der Risikoliste?

Neu gelten Einreisebeschränkungen gegenüber Serbien, Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Brunei und Japan. Uruguay wurde hingegen von der Liste gestrichen. Personen aus diesen Staaten dürfen nur mit einem anerkannten Impfnachweis in die Schweiz einreisen. Dies gilt nicht für Personen mit einer Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder einem Schweizer Pass. Die neue Liste gilt ab nächstem Montag.

Wie kommt man als Tourist an ein Covid-Zertifikat?

Alle Personen, die mit einem von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassenen Impfstoff geimpft sind und in der Schweiz ein Zertifikat benötigen, können ein Schweizer Covid-Zertifikat beantragen.

Die Kantone sind zuständig für die Prüfung der Unterlagen sowie die Ausstellung der Covid-Zertifikate. Um die Beantragung des Zertifikats für Einreisende zu erleichtern und die Kantone zu entlasten, will der Bund nun eine zentrale elektronische Anmeldestelle für Covid-Zertifikate aufbauen. Diese soll es den im Ausland geimpften oder genesenen Personen ermöglichen, die für die Zertifikatsausstellung notwendigen Informationen und Unterlagen hochzuladen. Die Anmeldestelle wird voraussichtlich ab dem 11. Oktober 2021 zur Verfügung stehen.

So geht es weiter

Der Bundesrat schickt nun seine Vorschläge in die Vernehmlassung. Die Kantone haben dann bis zum 28. September Zeit, darüber zu beraten. Am ersten Oktober will der Bundesrat seinen definitiven Entscheid bekannt geben.

(umt)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 24. September 2021 17:03
aktualisiert: 24. September 2021 17:03