WEF

Greta wandert – Regierung bewilligt Demo unter Auflagen

Reto Wattenhofer, 15. Januar 2020, 16:14 Uhr
Aushängeschild der «Winterwanderung für Klimagerechtigkeit» ist die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg.
© CH Media
Die dreitägige Winterwanderung der WEF-Gegner von Landquart bis Davos kann mit gewissen Einschränkungen stattfinden. Die Bündner Regierung hat das Gesuch unter Auflagen bewilligt.

Mehrere hundert Aktivisten wollen im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums WEF im bündnerischen Davos eine «Winterwanderung für Klimagerechtigkeit» durchführen. Mitlaufen soll auch die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Der Bündner Regierung bereitete das Vorhaben in den letzten Tagen Kopfzerbrechen. Am Mittwoch teilte sie nun mit, dass die Protestaktion unter Auflagen bewilligt wird.

Am letzten Tag dürfen die Aktivisten die Kantonsstrasse zwischen Klosters bis Davos nicht für eine Wanderung benutzen. Die Bündner Regierung macht sicherheitstechnische Gründe geltend. Die Kantonsstrasse sei die einzige Verbindung und fungiere auch als Rettungsachse. Zudem müsse mit einem hohen Verkehrsaufkommen gerechnet werden.

Die Organisation Strike WEF nehme den Entscheid der Bündner Regierung zur Kenntnis, wie sie in einer ersten Stellungnahme schreibt. Wenig Verständnis haben sie dafür, dass am dritten Tag zwischen Klosters und Davos der motorisierte Verkehr an das WEF Vorrang geniesst. Es sei erstaunlich, dass es in Davos Platz habe für 3000 WEF-Teilnehmer, aber nur für 300 Demonstranten.

Die Initianten wollen trotz der fehlenden Bewilligung versuchen, doch irgendwie zu Fuss von Klosters nach Davos zu gelangen. Alternativ bereiten sie eine Skitour von Klosters über den Wolfgangpass nach Davos vor.

Diese Köpfe prägen das WEF:

Die Wiederauferstehung des Anti-WEF-Protestes

Reto Wattenhofer
Quelle: CH Media
veröffentlicht: 15. Januar 2020 12:11
aktualisiert: 15. Januar 2020 16:14