Grünes Licht für den Parco Val Calanca

27. Juni 2019, 11:18 Uhr
Eine weitgehend intakte Natur, wertvolle Landschaften und ein kulturelles Erbe kennzeichnen den geplanten Parco Val Calanca in Südbünden.
Eine weitgehend intakte Natur, wertvolle Landschaften und ein kulturelles Erbe kennzeichnen den geplanten Parco Val Calanca in Südbünden.
© Staka GR
Im südbündnerischen Calancatal soll bis 2023 der erste regionale Naturpark der italienischen Schweiz entstehen. Der Parco Val Calanca umfasst auf etwas über 100 Quadratkilometern viel intakte Natur in einem etwas abgeschiedenen Tal.

Der Park dehnt sich aus auf Boden der Gemeinden Buseno, Calanca, Rossa und im oberen Gebiet des Calancatales auf Terrain von Mesocco. Der Naturpark biete den Gemeinden und deren Bevölkerung die Chance, die weitgehend intakte Natur, die wertvolle Landschaft sowie das reiche kulturelle Erbe zu erhalten, teilte die Bündner Kantonsregierung am Donnerstag mit. Gleichzeitig könne eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung angestossen werden.

Die Regierung genehmigte die von den Gemeinden beschlossene Anpassung des regionalen Richtplans für einen Parco Val Calanca und änderte auch den kantonalen Richtplan entsprechend. Die Anpassungen ermöglichen laut Regierungsangaben die nächsten Schritte für die Errichtung des Naturparks. Entstehen soll er zwischen 2020 und 2023.

Der Naturpark im Calancatal ist der Rest einer einst grösseren Parkvision, einem zweiten Nationalpark, der sich vom Bündner Oberland über das Misox bis in den Kanton Tessin erstreckt hätte. Das Projekt Parc Adula scheiterte allerdings in der Volksabstimmung.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 27. Juni 2019 11:07
aktualisiert: 27. Juni 2019 11:18