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Küblis/Peking

Handcrème Tal in China ein Verkaufs-Hit – Firma am Limit

8. Mai 2021, 17:00 Uhr
Nachdem ein chinesischer Verkaufsstar die Handcrème Tal zwei Minuten in die Kamera gehalten hatte, ist die Salbe aus Bündner Bergquellwasser und Edelweiss in China ein Hit. Nächstens erfolgt eine zweite Verkaufsaktion mit der Tal-Handmaske.

Der Live-Auftritt dauerte nur zwei Minuten: «Da ist Gletscherwasser aus den Schweizer Alpen drin. Die Salbe ist überhaupt nicht fettig und zieht sofort ein», sagte der chinesische Verkaufsstar Austin Li im Januar live auf einer Online-Verkaufsplattform, während er sich gleichzeitig seine Hände damit eincremt. Die 12'000 vorab nach China gelieferten Tal-Handcrèmes waren innert zwei Minuten ausverkauft. Inzwischen hat die Bündner Kosmetikfirma Parsenn Produkte insgesamt 40'000 nach China geliefert, die auch wieder ausverkauft sind. Und bereits ist eine zweite Verkaufsaktion mit einem weiteren Produkt geplant.

Schweizer Markt gesättigt – China steht darauf

Die Handcrème Tal gilt als eine der bestverkauften Salben in Schweizer Apotheken und Drogerien, doch der heimische Markt ist gesättigt. Auf einer Verkaufsmesse in Dubai im letzten Jahr traf Geschäftsleiter Oliver Lüscher Vertreter einer chinesischen Vertriebsfirma und nahm über sie Kontakt mit Austin Li auf.

Der Coup ist gelungen und in den nächsten Tagen wird Li auch die Tal-Handmaske live auf der Plattform Taobao vorführen. «Wir haben bereits 300'000 Handmasken nach China geliefert», sagt Lüscher, das ist das Zehnfache der Menge, die in der Schweiz pro Jahr verkauft wird.

Edelweiss könnte bald ausgehen

Hand- und Fussmasken sind in China sehr beliebt, während diese in der Schweiz nur wenig Absatz finden. Doch die Sachen hat einen Haken: «Die Mengen bringen uns ans Limit. Personell, aber auch in Sachen Rohstoff.» Die traditionsreiche Parsenn Produkte AG in Küblis beschäftigt derzeit 15 Personen. Wie lange es dabei bleibt, wird sich zeigen.

Bereits haben sich zwei Bauern aus dem Prättigau bei Lüscher gemeldet, die gewillt sind für die Firma Edelweiss anzubauen. «Wir werden sehen, wie es mit dem Verkauf in China weitergeht», sagt Lüscher. Derzeit wartet er gespannt, wie erfolgreich die zweite Verkaufsaktion wird.

(agm)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Mai 2021 16:02
aktualisiert: 8. Mai 2021 17:00