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Unwetter

Heftige Unwetter ziehen über die Schweiz – Erdrutsch in Engelberg

12. Juli 2021, 08:26 Uhr
Erneute Regenfälle sorgen für Behinderungen im Strassen- und Zugverkehr. Betroffen ist unter anderen Nid- und Obwalden. Über der Ostschweiz gingen über 1000 Blitze nieder.
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Quelle: Lesereporter

Erneut sind Gewitter am Samstagabend über die Schweiz gezogen. Diese haben unter anderem auch die Kantone Ob- und Nidwalden getroffen. Wie die Kantonspolizei Nidwalden in einer Mitteilung schreibt, traten durch die starken Niederschläge diverse Bäche in Wolfenschiessen und auch in Emmetten über die Ufer und verursachten Überschwemmungen.

Nach dem schweren Unwetter in der Innerschweiz am Samstagabend hat sich die Verkehrslage am Sonntagmorgen leicht entspannt. Ab 9 Uhr bestand wieder einer Verbindung zwischen Wolfenschiessen NW und Engelberg OW.

Wie der Kanton Nidwalden auf Twitter mitteilte, erfolgt die Verbindung über eine Umfahrungsstrasse. Der Verkehr werde wechselseitig geführt und sei auf Fahrzeuge bis maximal 3,5 Tonnen beschränkt.

Voraussichtlich den ganzen Tag unterbrochen bleibt dagegen die Linie der Zentralbahn zwischen Wolfenschiessen und Engelberg, wie das Unternehmen auf seiner Webseite informierte.

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Quelle: PilatusToday

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Laut Christoph Näpflin, Chef des Gemeindeführungsstabs Wolfenschiessen, mussten in der Nacht über 80 Personen in Sicherheit gebracht werden, darunter auch ein Jugendlager mit rund 50 Personen.

Auch Glarus und Bern sind betroffen

Betroffen von starken Regenfällen war einmal mehr auch der Kanton Glarus, wie ein Blick auf den Wetterradar von Meteoswiss zeigt. Nach Angaben der Kantonspolizei Glarus ist die Lage jedoch ruhig. In einem Fall habe die Feuerwehr einen Keller auspumpen müssen.

Heikel bleibt die Situation im Kanton Bern. Die heftigen Regenfälle im Berner Oberland dürfte den bereits randvollen Thunersee weiter gefüllt haben. Am Sonntagmorgen gegen 06.30 Uhr war die Situation unverändert gegenüber Mitternacht, wie die Sprecherin von Schutz und Rettung Bern, Carina Grossenbacher, auf Anfrage sagte.

Für eine gewisse Entspannung sorgte die Tatsache, dass die technischen Probleme beim Hochwasser-Entlastungsstollen in Thun behoben werden konnten. Die Regulierung funktioniere nun wieder. Die Wassermenge in der Aare in Kubikmeter pro Sekunde sank dadurch von 410 am Nachmittag auf 380. Dieser Stand galt auch am Sonntagmorgen.

Grosse Regenmengen

Laut SRF Meteo regnete es während der Nacht auf Sonntag in vielen Regionen der Schweiz ergiebig. So betrug die Niederschlagsmenge in Gersau SZ innerhalb eines Tages 70,3 Millimeter. In Salez SG waren es 43,2 Millimeter, in Sattel SZ 42,3 Millimeter, in Bellelay im Berner Jura 41,3 Millimeter, in Engelberg OW 37,4 Millimeter und in Meiringen BE 37,0 Millimeter.

(red./sda)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Juli 2021 22:20
aktualisiert: 12. Juli 2021 08:26