Hipster-Food ist out

Lara Abderhalden, 12. Januar 2017, 06:32 Uhr
Superfood-Trend flacht immer mehr ab.
Superfood-Trend flacht immer mehr ab.
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Quinoa-Plätzli an einer Goji-Beeren Soja-Rahm-Sauce mit geschmortem Randen und Avocado-Mousse - diese Hipster-Küche ist kaum mehr zu überbieten. In jeder Stadt gibt es mittlerweile vegane Restaurants mit exotischem Superfood. Der Trend zum Superfood flacht aber immer mehr ab. Denn auch in unseren Gärten wachsen Pflanzen mit Gehalt.

Schnitzel mit Pommes Frites werden heutzutage von vielen Menschen vor allem in urbanen Regionen belächelt. Die neue Spaghetti Carbonara ist der Quinoa-Salat mit Goji-Beeren. Der sogenannte Superfood besteht meist aus exotischen Lebensmitteln wie Acerola, Avocado, Mango oder irgendwelcher paradiesischen Beeren. Häufig werden diese in tausenden von Flug- und Seemeilen nach Europa importiert. Nicht selten werden die Früchte viel zu früh geerntet.

Flugstunden machen den Avocado-Salat zur Umweltsünde

Was für den Menschen als unglaublich gesund gilt, ist ökologisch meist ein Reinfall. Viele Flugstunden für eine Portion Avocado-Salat, was für ein Emissions-Verbrauch. Trotzdem folgen viele Restaurants dem Trend Superfood. Das vegane Restaurant Tibits ist nur ein Beispiel dafür. Dass man sich genauso gesund auch durch Produkte aus dem eigenen Garten ernähren kann, darüber denken viele erst gar nicht nach.

Superfood gibt's auch bei uns

«Der Trend Superfood ist nichts anderes als die altbekannte Gruppe bioaktiver Substanzen», erklärt der Ernährungsberater Tommaso Cimeli in der Hotellerie Gastronomie Zeitung. Der Superfood sei nichts anderes als pflanzliche Nahrungsmittel wozu auch Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse gehören.

Alles Produkte, die nicht huntertausend Meilen von einem exotischen Land extra in die Schweiz importiert werden müssen, sondern die man ungeniert auch im Garten pflanzen kann. Dabei haben sie einen ebenso hohen Gehalt an schützenden Wirkstoffen wie Import-Produkte.

Altbekannte Gemüse und Hülsenfrüchte sind die neuen Goji-Beeren

Knoblauch und Zwiebeln beispielsweise wirken antibakteriell, Kohlgemüse sprühen geradezu vor Wirkstoffen und schützen das Immunsystem. Der Broccoli enthält Wirkstoffe die vor Krebs schützen und auch Hülsenfrüchte enthalten wertvolle Schutzstoffe. Besonders heimische Beeren sind, was den Anteil an Naturfasern betrifft, nicht zu übertreffen.

Wer normales Essen nicht von Hipster-Food unterscheiden kann, findet hier einige lustige Beispiele:

Lara Abderhalden
Quelle: abl
veröffentlicht: 12. Januar 2017 06:12
aktualisiert: 12. Januar 2017 06:32