Schweiz

Hochkommissarin für Menschenrechte der UNO zu Besuch in Bern

2. März 2020, 19:00 Uhr
Aussenminister Ignazio Cassis begrüsst Michelle Bachelet, die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte in Bern.
© Keystone
Die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Aussenminister Ignazio Cassis haben am Montag Michelle Bachelet, die Hochkommissarin für Menschenrechte der UNO, getroffen. Diskutiert wurde unter anderem über den Klimaschutz, Frauenrechte und die Entwicklungszusammenarbeit.

(gb.) Gemäss einer Mitteilung des Departements der Bundespräsidentin hat sich die Hochkommissarin Bachelet bei der Schweiz für ihre finanzielle und politische Unterstützung des Hochkommissariats für Menschenrechte bedankt und gesagt, dass die Schweiz zu den bedeutendsten Geberländern zähle.

Umgekehrt sei das Büro der UNO-Hochkommissarin für die Schweiz bei der Umsetzung ihrer Menschenrechtsaussenpolitik einer der wichtigsten Partner, heisst es weiter in der Mitteilung. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Michelle Bachelet sollen unter anderem über die unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandel auf die Geschlechter gesprochen haben. Der Klimawandel wirke sich unterschiedlich auf Frauen und Männer aus, nicht zuletzt, weil ihnen die Gesellschaft vielerorts unterschiedliche Rollen und Verantwortungen zuschreibt, beispielsweise im Haushalt oder in der Landwirtschaft. Global seien Frauen dadurch überproportional stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen als Männer, heisst es in der Mitteilung. 2020 sei für diese Themen ein wichtiges Jahr. In der Klimapolitik etwa müssten die Länder gemäss Pariser Abkommen ihre festgelegten Beiträge bestätigen und aktualisieren.

Für die Schweiz spielt das Hochkommissariat zudem eine zentrale Rolle bei der Stärkung der Menschenrechte in Ländern, wo die Schweiz Entwicklungszusammenarbeit betreibt. Bachelet sprach denn auch mit Aussenminister Ignazio Cassis über die Entwicklungszusammenarbeit. Gemäss der Mitteilung dankte Cassis dem UNO-Hochkommissariat für dessen Arbeit vor Ort und sicherte erneut die volle Unterstützung der Schweiz zu. Es sei wichtig, dass die UNO-Mitgliedstaaten ausreichende finanzielle Mittel für diese Säule bereitstellen, so Cassis gemäss Redetext.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 2. März 2020 18:56
aktualisiert: 2. März 2020 19:00