Wahlen 2019

Im Nationalrat steigt der Frauenanteil überdurchschnittlich

21. Oktober 2019, 09:48 Uhr
Der Frauenanteil im Nationalrat ist gestiegen. Der Kanton Obwalden schickt mit Monika Rüegger (SVP) zum ersten Mal eine Nationalrätin nach Bern. (Archivbild)
Der Frauenanteil im Nationalrat ist gestiegen. Der Kanton Obwalden schickt mit Monika Rüegger (SVP) zum ersten Mal eine Nationalrätin nach Bern. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Im Nationalrat steigt der Frauenanteil im Vergleich der Jahre überdurchschnittlich. Neu gibt es 85 Nationalrätinnen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergeben hat. Bisher gab es lediglich 63 Nationalrätinnen.

Damit liegt der Frauenanteil im Nationalrat neu bei 42,5 Prozent gegenüber zurzeit 32 Prozent. Das ist in Prozentpunkten ein weit stärkerer Anstieg als im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Zahl der Frauen im Parlament stieg seit 2003 mit jeder eidgenössischen Wahl um 3 bis 4 Prozentpunkte.

4652 Kandidierende für 200 Sitze

4652 Männer und Frauen hatten für einen der 200 Nationalratssitze kandidiert. Der Frauenanteil lag bei 40 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf jene 22 Kantone, in denen es ein Anmeldeverfahren für Kandidierende gab.

Ständerat ist weiter Männerdominiert

Im Ständerat haben erst fünf Frauen ihre Sitze auf sicher, darunter auch die Thurgauerin Brigitte Häberli-Koller. 24 von 46 Ständeräten wurden im ersten Wahlgang gewählt.

Nach den zweiten Wahlgängen im November könnte es bis zu elf Ständerätinnen geben. Bisher sassen in der kleinen Kammer sechs Frauen. Fünf von ihnen haben sich allerdings nicht mehr zur Wahl gestellt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. Oktober 2019 23:50
aktualisiert: 21. Oktober 2019 09:48