Wetterumsturz

Im September machte das Wetter die Kehrtwende des Jahres

29. September 2022, 16:20 Uhr
Der Wechsel von Sommer zu Herbst ging dieses Jahr nicht nur gefühlt sehr abrupt vonstatten. Auch die Daten von Meteonews belegen dies. Hinzu kommt: Der September war deutlich zu nass, wie auch der Wetterdienst des Bundes mitteilte.
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Die monatliche Niederschlagsmenge in der West- und Nordwestschweiz sowie am zentralen Alpennordhang stieg weit über die Norm, wie Meteoschweiz, der Wetterdienst des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie, am Donnerstag schrieb. Weniger Regen als üblich gab es im nordwestlichen Tessin und gebietsweise im Wallis.

September war aussergewöhnlich nass und kalt

Die Monatstemperatur lag gemäss Meteoschweiz leicht unter der Norm. Während es in den ersten zwei September-Wochen schweizweit (verglichen mit der Norm vom 1991 bis 2020) noch zwei Grad zu warm war, gab es ab dem 16. September mit Ausnahme von einem Tag an der Messstation Zürich Flughafen keinen Tag mehr mit 20 Grad, teilte der Wetterdienst Meteonews mit. Der «Temperaturüberschuss» von Anfang September hob sich damit wieder auf, die Bilanz lag zwei Tage vor Monatsende bei -0,1 Grad.

In höheren Lagen gab es bereits Neuschnee. Die Monatssumme auf dem Säntis von 71 Zentimetern war die höchste Neuschneesumme der letzten 20 Jahre, wie Meteoschweiz schrieb.

Regen geht weiter

Der Monat dauert aber noch zwei Tage - und Meteonews rechnet mit weiteren starken Niederschlägen. Von Mittwoch bis zum Samstag sollen im Mittelland weitere 30 bis 50 Millimeter zusammenkommen, entlang der Voralpen stellenweise wohl auch über 70 Millimeter. Der Regenüberschuss soll demnach noch einmal um die Hälfte ansteigen.

Dennoch hält Meteonews fest: Die Anzahl der Sonnenstunden war nicht geringer als üblich. Typischerweise gibt es in einem September im Mittelland rund 150 bis 180 Stunden, im Süden und im Zentralwallis sind es gar über 200 Stunden.

Aussichten auf die nächsten Tage

Am Freitagvormittag dominieren im Norden noch die Wolken. Dabei ist es aber vorwiegend trocken, ganz im Osten sind Tropfen möglich, wie Meteonews schreibt. Eine Ausnahme stellen Graubünden und das Tessin dar. Hier ist die Luft feuchter, es regnet zeitweise. Von dort ausgehend können am Nachmittag auch einige Niederschläge etwas weiter nach Norden übergreifen, dies betrifft in erster Linie die Alpen.

Gegen Abend werden in der Romandie und in der Nordwestschweiz die Auflockerungen grösser. Am Temperaturniveau ändert sich nicht allzu viel. Im Norden werden um 14 Grad erreicht, im Süden sind es 18 Grad.

In der Nacht klart es allmählich auf, später ziehen von Westen her wieder hohe Wolkenfelder auf. Im Osten und in Graubünden beginnt der Samstag noch freundlich, sonst gibt es schon ausgedehnte hohe und mittelhohe Wolken. Der Vormittag geht wohl noch mehrheitlich trocken über die Bühne, die Bewölkung verdichtet sich aber und auch der Südwestwind frischt kräftig auf.

Angenehmes Wochenende im Tessin

Ab Mittag beginnt sich von Frankreich und Deutschland her neuer Regen auszubreiten. Die Schneefallgrenze steigt auf über 2500 Meter, auf den Bergen weht stürmischer Südwest- bis Westwind. Auch im Flachland ist es windig, der Südwestwind erreicht hier in Böen zwischen 50 und 60 km/h – in freien Lagen mitunter auch mehr. 

Der Sonntag zeigt sich auf der Alpennordseite wechselhaft, mit veränderlicher Bewölkung, gelegentlichem Regen, aber auch ein paar Auflockerungen. Dazu weht lebhafter Südwest- bis Westwind. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 18 und 21 Grad. Im Süden ist es recht sonnig und mit 23 Grad angenehm warm.

(sda/osc)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 29. September 2022 16:09
aktualisiert: 29. September 2022 16:20