Waldbrandgefahr

Im Tessin gilt absolutes Feuerverbot im Freien

15. Juli 2022, 14:25 Uhr
Im Tessin gilt seit Freitag ein absolutes Feuerverbot im Freien. Die Massnahme gilt für den gesamten Kanton, wie es auf der Alarm-App Alertswiss des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) von Freitagvormittag heisst.
Als der Wald am Monte Gambarogno oberhalb des Lago Maggiore Ende Januar brannte, brauchte die Feuerwehr mehr als zwei Wochen, um das Feuer zu löschen. (Archivbild)
© KEYSTONE/MASSIMO PICCOLI

Wegen der bereits seit längerem anhaltenden Trockenheit und Hitze stuften am Freitag auch die Kantone Aargau und Thurgau die Waldbrandgefahr als «erheblich» ein - was der Stufe 3 von 5 entspricht.

Wals bei Neuenburg war bereits in Brand

Mehrere Kantone hatten schon am Donnerstag vor grosser oder erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt, darunter vor allem das Wallis und Graubünden, aber auch Freiburg, Neuenburg, Bern, Basel-Landschaft, Solothurn, Zürich und Schaffhausen. Im Wald von Chaumont, oberhalb der Stadt Neuenburg, hatte es am Donnerstagnachmittag gebrannt.

In den vergangenen Monaten hatten im Tessin gleich mehrere Waldbrände gewütet. Ende Januar brach am Monte Gambarogno ein grosses Feuer aus. Die Feuerwehr brauchte mehr als zwei Wochen, um es zu löschen.

Richtiger Regen fehlt über einem halben Jahr 

Anfang Februar brannte es zudem im Valle di Muggio im Südtessin und Ende März im Centovalli. Anfang April brach in Sobrio bei Biasca ein Waldbrand aus. Im Tessin hat es seit November nicht mehr richtig geregnet.

Auch in anderen Regionen in Europa wüten derzeit Waldbrände. Im Südtirol und am Gardasee kämpften bereits in der Nacht auf Freitag Feuerwehtleute gegen die Flammen. Zudem wurden in Griechenland binnen 24 Stunden 108 Waldbrände gezählt. Unter anderem auf Kreta und in der Nähe von Athen. 

(sda/log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 15. Juli 2022 14:14
aktualisiert: 15. Juli 2022 14:25
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