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Pandemie-Effekt

Immer mehr Jugendliche muntern sich mit Alkohol auf

5. Januar 2022, 10:35 Uhr
Während der Coronapandemie nutzen Jugendliche immer häufiger Alkohol zur Aufmunterung. Zu diesem Schluss kommt das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg im Rahmen einer jährlichen Befragung.
Die Coronapandemie schlägt vielen Jugendlichen aufs Gemüt. Immer häufiger muntern sich Berner Teenager mit Alkohol auf. (Symbolbild)
© Blaues Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg/Nastya Gepp

Die Studie zeigt, dass bei Schülerinnen und Schülern an Oberstufen der Konsum von legalen Drogen gestiegen ist, wie das Blaue Kreuz in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Insgesamt 983 Jugendliche aus dem Gebiet der Blaukreuz-Sektion machten bei der Untersuchung mit. Der wöchentliche Alkoholkonsum liegt laut aktueller Auswertung bei 4,8 Prozent, im Vorjahr waren es noch 4,4 Prozent. 12,3 Prozent der Befragten tranken monatlich Alkohol. Der Vorjahreswert liegt noch bei 11,1 Prozent. 9 Prozent gaben an, bereits mindestens zweimal betrunken gewesen zu sein.

Sich besser fühlen

2020 waren es noch 5,3 Prozent gewesen. Die Jugendlichen machten auch Angaben, warum sie Alkohol trinken. Besonders auffallend ist für das Blaue Kreuz, dass alkoholische Getränke zunehmend zum Aufmuntern genutzt würden.

Vor der Coronapandemie gaben rund drei Prozent der Befragten an, sich mit Alkohol aufzumuntern. Vergangenes Jahr schnellte der Wert auf 7,3 Prozent hoch. Ebenfalls eine Zunahme erfuhr der Zigaretten- und Wasserpfeifen-Konsum.

Junge Generation leidet unter Massnahmen

«Wir gehen davon aus, dass die Covid-Krise den jungen Menschen psychisch sehr stark zusetzt», wird Markus Wildermuth vom Blauen Kreuz in der Mitteilung zitiert. Die junge Generation leide mehr an den Covid-Massnahmen als alle anderen Altersgruppen, obwohl die junge Generation nicht zur Covid-Risikogruppe gehöre.

Wildermuth fordert, dass Kinder und Jugendliche gesundheitsfördernde Beschäftigungen wie etwa Sportaktivitäten ohne Einschränkungen nachgehen können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Januar 2022 10:35
aktualisiert: 5. Januar 2022 10:35