Weihnachten

Inflation zum Trotz – die Schweiz kauft Geschenke wie noch nie

Maurus Held, 5. Dezember 2022, 13:21 Uhr
Trotz Inflation und gestiegenen Energiepreisen geben Schweizerinnen und Schweizer so viel Geld für Weihnachtsgeschenke aus wie noch nie. Das zeigt eine Studie der Beratungsfirma Ernst & Young.
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343 Franken geben Schweizerinnen und Schweizer dieses Jahr im Schnitt für Weihnachtsgeschenke aus. Das sind rund 3 Prozent mehr als letztes Jahr und damit neuer Rekord. Gemäss der Studie von Ernst & Young seien vor allem Männer für diesen Anstieg verantwortlich – sie seien bereit, mehr auszugeben als in vergangenen Jahren.

Auf Geschenkpapier wird vermehrt verzichtet

Die hohe Inflation und die gestiegenen Energiepreise haben demnach kaum einen direkten Einfluss auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft. Besonders beliebt sind Gutscheine und Geld, glaubt man der Studie. Auch Spielsachen, Lebensmittel, Süssigkeiten und Bücher würden oft geschenkt.

Dies könnte damit zusammenhängen, dass nachhaltige Weihnachtsgeschenke einen wichtigeren Stellenwert bekommen haben. Letztes Jahr waren noch Kleider und Kosmetikartikel an erster Stelle. So werden die Geschenke gemäss der Studie auch vermehrt bei regionalen Händlern gekauft, zudem wird auf Verpackungen und Geschenkpapier verzichtet.

Viele wollten eigentlich weniger ausgeben

Auch das Online-Shopping ist beliebter geworden: Es wird erwartet, dass 38 Prozent der Weihnachtsgeschenke im Internet gekauft wurde. Entsprechend dürften Einkaufszentren weiterhin Kundinnen und Kunden verlieren.

Was die Studie von Ernst & Young ebenfalls zutage beförderte: Trotz des neuen Rekords wollte oder will eine Mehrheit der befragten Konsumentinnen und Konsumenten dieses Jahr eigentlich weniger Geld für Geschenke ausgeben – dies hat bisher allem Anschein nach nur bedingt geklappt.

(Ruëtsch Menzi/mhe)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 5. Dezember 2022 13:21
aktualisiert: 5. Dezember 2022 13:21