Corona-Herbst

Intensivpflegende gehen erschöpft in die zweite Welle

25. Oktober 2020, 07:34 Uhr
Ein Patient auf einer Intensivstation. (Symbolbild)
© Helmut Fohringer / APA
Nachdem die Coronafälle in den letzten Wochen rasant gestiegen sind, nehmen nun auch die Hospitalisierungen wieder zu. An der Medienkonferenz am Freitag war die Rede von 3-4 Wochen bis die Spitäler wiederum an den Anschlag kommen könnten, wenn nicht eine Verlangsamung herbeigeführt werden kann.

Nun bringt die «Sonntagszeitung» in diesem Zusammenhang weitere Akteure ins Spiel: Die Pflegenden selbst. Gemäss der Wochenzeitung haben die Pflegenden auf Intensivstationen und Corona-Abteilungen im Lockdown teilweise bis zur Erschöpfung gearbeitet – und sich davon noch nicht erholt.

«Viele sagen, sie könnten eine zweite Welle mit 12-Stunden-Diensten kaum noch stemmen», sagt Franziska von Arx-Strässler, Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin im Interview mit der Sonntagszeitung. Seit dem Grosseinsatz während des Lockdowns hat sich an den prekären Arbeitsbedingungen von Pflegenden wenig geändert.

Doch nun erwarte man vom Pflegepersonal bereits wieder vollen Einsatz, denn die zweite Welle ist da. Diesmal auch in der Deutschschweiz. «Gleich wie draussen in der Gesellschaft nehmen auch bei uns die Zahlen exponentiell zu», sagt Thomas Bregenzer, Infektiologe und Chefarzt der Inneren Medizin im Spital Lachen in Schwyz gegenüber der Sonntagszeitung. «Jetzt kommen Patienten zu uns, die wirklich sehr krank sind.»

Morgen Montag startet eine Protestwoche des Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner. Gipfeln wird er am kommenden Samstag mit einem Aktionstag auf dem Bundesplatz. Denn mit Applaus ist es nicht gemacht.

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Quelle: SDA

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Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. Oktober 2020 07:13
aktualisiert: 25. Oktober 2020 07:34