Schweiz

Jetzt protestieren die Bauern mit Traktoren auch in Genf und im Baselbiet

Landwirtschaft

Jetzt protestieren die Bauern mit Traktoren auch in Genf und im Baselbiet

· Online seit 03.02.2024, 12:55 Uhr
Die Bauernproteste haben die Schweiz erreicht. Rund 30 Bauern fuhren am Samstagmorgen mit ihren Traktoren in die Stadt Genf, um eine gerechte Entlöhnung für ihre Arbeit zu fordern. Im Baselbiet beteiligten sich ebenfalls 30 bis 40 Traktoren an einer Protestaktion.
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In Genf kamen gegen 10.30 Uhr die ersten Traktoren aus Versoix, gefolgt von einem Demonstrationszug aus Bernex und Meinier. In der Stadt gruppierten sich mehr als 200 Menschen um die Traktoren.

Gerechte Entlöhnung

Die Landwirte kritisierten die Gewinnmargen der grossen Supermärkte: «Grossverteiler, wenn ihr euch nicht schämt, dann zeigt die Preise an, die den Bauern gezahlt werden», stand auf einem Schild, das vor einem Traktor hochgehalten wurde. Die Westschweizer Bauerngewerkschaft Uniterre, welche den Bauernprotest in Genf organisiert hatte, forderte Transparenz in Bezug auf die Gewinnmargen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Auch im Baselbiet kam es zu einer Protestaktion von Landwirtinnen und Landwirten. Gemäss Angaben der Kantonspolizei Baselland waren zwischenzeitlich 30 bis 40 Traktoren an der Protestfahrt beteiligt. Die Protestierenden starteten in Ormalingen BL und versammelten sich unter anderem vor einer McDonalds-Filiale in Füllinsdorf BL. Der Aufruf zum Protest erfolgte über Instagram.

«Politische Situation in der Schweiz und Deutschland nicht vergleichbar»

Noch vor wenigen Wochen hatte der Bauernverbands-Präsident Markus Ritter gegenüber der Today-Redaktion erklärt, dass in der Schweiz keine Protestaktionen geplant seien. «Wir haben dargelegt, wo wir politisch und gesellschaftlich stehen, wie die Interessensvertretung aussieht. Die politische Situation in der Schweiz und in Deutschland ist aus Sicht der Bauern nicht vergleichbar.» Offensichtlich sehen das nicht alle Landwirte so. 

(sda)

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veröffentlicht: 3. Februar 2024 12:55
aktualisiert: 3. Februar 2024 12:55
Quelle: FM1Today

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