Schweiz

Kanton Bern meldet: Todesfall eines jungen Mannes war eine Fehlmeldung

14. August 2020, 19:08 Uhr
Es ist im Kanton Bern kein Patient der Altersgruppe 20-30 verstorben, teilt der Kanton mit.
© Urs Bucher
Das Bundesamt für Gesundheit bestätigte heute an einer Medienkonferenz den ersten Corona-Todesfall einer Person aus der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen. Gemäss dem Kanton Bern handelt es sich jedoch um eine Fehlinformation.

(chm) Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern schreibt am Freitagabend, dass die Fehlinformation «aufgrund von Unklarheiten auf der klinischen Meldung einer Person erfolgte, die sich in Isolation befindet und keine schweren Covid-19-Symptome hat». Der Kanton habe keine Todesmeldung an das BAG gesandt. Dieses habe wiederum mitgeteilt, dass die Todesfallstatistik am Samstag um -1 korrigiert werde, schreibt der Kanton Bern.

«Tatsächlich erhielt das BAG eine falsche Meldung mit eingetragenem Todesdatum», schreibt ein Sprecher des Bundesamts auf Anfrage von CH Media. Nach einer Nachfrage beim Kanton sei klargeworden, dass es sich um einen falschen Eintrag handelte. Auch auf seiner Website schaltete das BAG eine entsprechende Korrektur auf.

Bereits im April musste das BAG die Todesfallstatistik korrigieren. Damals war der Tod eines 9-jährigen Mädchens vermeldet worden, das Opfer war in Wahrheit aber 109 Jahre alt. Ein anderer Toter war statt 87- als 27-jährig registriert. In beiden Fällen waren gemäss dem BAG die Geburtsjahre falsch eingetragen.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 14. August 2020 18:46
aktualisiert: 14. August 2020 19:08