Sterbebegleitung

Knapp 1000 Personen schieden 2021 selbstbestimmt aus dem Leben

17. Februar 2022, 10:28 Uhr
Laut Medienmitteilung nutzten vergangenes Jahr 973 leidende Personen das Sterbehilfeangebot der Organisation Exit in der Deutschschweiz und im Tessin. Die Möglichkeit des Freitods sei ein wichtiges Anliegen in der Schweizer Bevölkerung.
Im Jahr 2021 wählten knapp 1000 Schweizerinnen und Schweizer den Freitod, begleitet durch die Organisation Exit. (Symbolbild)
© GettyImages

Bereits im Jahre 2020 nahmen über 900 Personen das Angebot von Exit war. Im gleichen Zug nehme auch die Zahl der Beitritte bei Exit stark zu, teilte der nicht gewinnorientierte Verein am Donnerstag mit. Demnach zählt Exit mit den 12'000 Neumitgliedern aus dem vergangenen Jahr nun 142'000 Mitglieder. Auch in den ersten eineinhalb Monaten des Jahres 2022 kamen über 3500 neue Mitglieder dazu.

Damit ist laut Exit klar: Die Option der Freitodbegleitung ist ein wichtiges Anliegen der Schweizer Bevölkerung. Dem zu Grunde läge mitunter auch die deutliche Alterung der Gesellschaft. So sei die Zahl der Patientinnen und Patienten mit sogenannter Alterspolymorbidität (hochbetagte Menschen mit mehrfachen Gebrechen) gestiegen. Am häufigsten beanspruchten aber weiterhin Personen mit einem terminalen Krebsleiden den Dienst von Exit – insgesamt machen sie 35 Prozent aller Begleiteten aus.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 17. Februar 2022 10:29
aktualisiert: 17. Februar 2022 10:29
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