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Heftige Unwetter

Knapp 250 Meldungen: Zuger Einsatzkräfte stark gefordert

22. Juni 2021, 09:42 Uhr
Das Gewitter vom Montagabend hat den Kanton Zug besonders hart getroffen. Innert einer Stunde standen in sechs Zuger Gemeinden etliche Keller, Tiefgaragen und Strassen unter Wasser. Verletzt wurde niemand.
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Quelle: FM1Today / PilatusToday / Leserreporter

Am Montagabend gegen 18.45 Uhr erreichte ein starkes Gewitter den Kanton Zug. Dieses brachte auch Hagelschauer mit sich. Innert einer Stunde standen in den Gemeinden Risch, Hünenberg, Cham, Zug, Baar und Neuheim etliche Keller, Tiefgaragen und Strassen unter Wasser.

Bei der Einsatzleitzentrale gingen insgesamt fast 250 Meldungen ein, teilt die Zuger Polizei am frühen Dienstagmorgen mit. Bei den Bahnunterführungen an der Chamerstrasse und Gubelstrasse in Zug, in Rotkreuz im Kreisel bei der Autobahnausfahrt sowie bei der Autobahnunterführung der A4 in Richtung Küssnacht sind mehrere Autos in den Wassermassen steckengeblieben.

Im Kanton Zug standen mehrere Unterführungen unter Wasser – von den beiden Autos ist nur noch das Dach zu sehen.
© Zuger Polizei

Die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden standen im Dauereinsatz. Personen wurden nicht verletzt. Aufgrund der grossen Wassermassen mussten in Rotkreuz die Autobahneinfahrt Zug/Luzern sowie die Ausfahrt Hünenberg/Rotkreuz vorübergehend gesperrt werden.

Bahnhöfe Zug und Rotkreuz geflutet

Wegen des Unwetters kam es auch im Bahnverkehr zu grossen Behinderungen. So stand beispielsweise der Bahnhof in Zug unter Wasser, wie zahlreiche Videos von Lesern zeigen. Es kam während mehreren Stunden zu Verspätungen, Zugsausfällen und Umleitungen.

Wie die Zuger Polizei auf Twitter schreibt, wurde auch der Bahnhof in Rotkreuz überschwemmt. Der Bahnverkehr ist teilweise eingestellt. Zwischen Rotkreuz und Cham sowie zwischen Rotkreuz und Immensee verkehren nach wie vor Ersatzbusse. Einen Überblick über die aktuelle Betriebslage gibt es hier.

Genaues Ausmass noch unklar

Die Zuger Polizei konnte auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 weder am frühen Abend noch am späten Abend genauer Auskunft geben. Sie hätten noch keinen Überblick über alle Schadenmeldungen. Deshalb kann das Ausmass der Schäden wohl erst im Verlaufe des Dienstags abgeschätzt werden.

Wie stark es im Kanton Zug gewütet hat, lassen jedoch die Bilder und Videos von vor Ort erahnen. Egal ob mit dem Auto, dem Velo oder zu Fuss – es gab vielerorts kein Durchkommen mehr.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Juni 2021 20:13
aktualisiert: 22. Juni 2021 09:42