Detailhandel

Lidl Schweiz erhöht Gesamtlohnsumme – aber Aldi-Lohn bleibt höher

16. Februar 2022, 10:17 Uhr
Der Discounter Lidl hat in der Schweiz die Gesamtlohnsumme für seine Mitarbeitenden um 1 Prozent erhöht. Doch beim Mindestlohn hat die Konkurrenz noch immer die Nase vorn.
Der grösste Konkurrent von Lidl erhöhte die Lohnsumme noch stärker, nämlich um über 2 Prozent.
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Lidl erhöht das Gehalt von allen Mitarbeitenden um 0,7 Prozent. Ausgenommen sind einzig ganz neu eingestiegene Mitarbeitende, Langzeitabwesende sowie Filial- und Gruppenleiter der höchsten Gehaltsstufe, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Weitere 0,3 Prozent setzt Lidl zudem für «strukturelle Erhöhungen auf individueller Ebene» ein.

Der Mindestlohn der Angestellten bei Lidl Schweiz bleibt derweil unverändert: Laut GAV beträgt dieser für ungelernte Mitarbeitende im Vollzeitpensum 4360 Franken, für Mitarbeitende mit einer zweijährigen Berufsausbildung 4400 und mit einer dreijährigen Lehre 4500 Franken. Er wird 13-mal ausbezahlt. Neu wurden zudem laut der Mitteilung auch Lernende und Praktikanten in den Gesamtarbeitsvertrag aufgenommen.

Aldi mit höherem Mindestlohn

Im Dezember hatte auch Aldi eine Lohnerhöhung bekanntgegeben. Der grösste Konkurrent von Lidl erhöhte die Lohnsumme noch stärker, nämlich um über 2 Prozent. Alle Mitarbeitenden erhalten im Jahr 2022 mindestens 1 Prozent mehr Lohn, hiess es damals in der Mitteilung.

Mit einem Mindestlohn von 4600 Franken für 13 Monatslöhne reklamiert Aldi für sich, den höchsten Mindestlohn der Branche zu bezahlen. Je nach Lohnregion liegt der Einstiegslohn beim Unternehmen zwischen 4600 und 4730 Franken. Aldi beschäftigt mit rund 3900 deutlich weniger Angestellte als Lidl mit 4500 Angestellten. 

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Februar 2022 10:17
aktualisiert: 16. Februar 2022 10:17
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