Vermischtes

Massnahmen gegen Littering sollen verstärkt werden

3. Juni 2020, 11:50 Uhr
Abfall auf Wiesen stellt für Kühe eine Gefahr dar.
© Stefan Kaiser
Das Littering-Problem stösst den Politikern sauer auf. Das Parlament stimmt deshalb einer Gesetzesänderung zu, die Massnahmen gegen das Liegenlassen oder Wegwerfen von Kleinabfall fördert.

(sku) Zigarettenstummel auf dem Boden und Aludosen in den Wiesen: Trotz der bisherigen Massnahmen wie Entsorgungsgebühren auf Getränkeflaschen oder Recycling-Stationen wird Abfall im grossen Stil einfach weggeworfen. Littering schade nicht nur dem Image der Schweiz, sondern führe auch zu Umweltbelastungen, findet FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois. Im ländlichen Raum verursachten Aludosen zunehmend Probleme für das Vieh. Wenn Tiere Stücke davon verschluckten, müssten sie in den meisten Fällen geschlachtet werden.

Bourgeois reichte deshalb eine entsprechende Motion ein, die eine Gesetzesänderung fordert, um wirksame Fördermassnahmen gegen das Liegenlassen oder Wegwerfen von Kleinabfall ergreifen zu können. Heute ist Littering in einigen Kantonen strafbar, in anderen nicht. Nicht nur Bourgeois stösst das Littering-Problem sauer auf: Im Parlament ist die Motion unumstritten. Wie auch schon der Nationalrat verkündete am Mittwoch nun auch der Ständerat seine Zustimmung.

Generell sei es sinnvoll, diverse Massnahmen gegen Littering zu verfolgen. Neben Sensibilisierungskampagnen für die Bevölkerung und Arbeiten zur datenbasierten Erfassung des Problems soll auch bei der Produktion und Abgabe von Verpackungen angesetzt werden. Konkret könnten etwa Taschenaschenbecher oder ein höheres Pfand helfen.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 3. Juni 2020 11:49
aktualisiert: 3. Juni 2020 11:50