Wirtschaft

Mehr neue Smartphone-Nutzer: Corona bringt einen Digitalisierungsschub

1. September 2020, 21:17 Uhr
Die Pandemie habe die Digitalisierung aller Lebensbereiche in der Schweiz beschleunigt (Symbolbild), so eine aktuelle Studie.
© Keystone
Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Smartphone-Nutzer um 600'000 gestiegen, die Nutzung von Bezahl-Apps wie Twint ist sprunghaft angestiegen. Eine neue Studie spricht von einem Digitalisierungsschub.

(wap) Das Smartphone wird häufiger genutzt als das Radiogerät, der Laptop öfter als der PC, der Anteil an Handys ohne Internet ist auf acht Prozent gesunken: Diese Veränderungen hat die Interessengemeinschaft Elektronische Medien IGEM in ihrem jährlichen Monitoring festgestellt. Die Pandemie habe in der Schweiz einen Digitalisierungsschub ausgelöst, schreibt die IGEM am Dienstag in einer Mitteilung.

Allein die Zahl der Smartphone-Nutzer sei um 600'000 gestiegen. 1,8 Millionen benutzen das Smartphone nun auch zum bargeldlosen Bezahlen von Einkäufen. Das sind 650'000 mehr als im Vorjahr. An Bedeutung gewonnen hat auch die Nutzung von Laptops und Notebooks: Die Zahl der Nutzer stieg um eine halbe Million.

Netflix knackt die Zwei-Millionen-Marke

Vom Digitalisierungsschub bei der Hardware profitierten auch die Unterhaltungsmedien. Alle Social Media-Plattformen legten in der Pandemie zu, sogar Facebook schaffte ein Comeback und gewann wieder 300'000 neue User. Derzeit ist nicht ganz die Hälfte der Bevölkerung über 15 Jahren auf Facebook.

Das schnellste Wachstum zeigt TikTok, dies vor allem bei jungen Frauen. Mittlerweile gibt es in der Schweiz 370'000 TikTok-Userinnen. Netflix knackte mit 400'000 neuen Nutzern die Grenze von zwei Millionen. Spotify wuchs um 300'000 Neuhörer. Marktführer bleiben aber die althergebrachten Kanäle: Das klassische Fernsehen wird von sechs Millionen genutzt, Radio von 5,7 Millionen.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 1. September 2020 16:30
aktualisiert: 1. September 2020 21:17