Schweiz

Mehr Schlichtungsverfahren im Miet- und Pachtwesen

8. Dezember 2020, 10:46 Uhr
Ob Streitigkeiten um Geschäftsmieten die Zahl der Schlichtungsverfahren ansteigen liessen, ist unklar. (Symbolbild)
© Keystone
Im ersten Halbjahr 2020 wurden schweizweit mehr Mietschlichtungen eingeleitet als im gleichen Semester im Vorjahr. Ob Streitigkeiten über Geschäftsmieten in der Coronakrise etwas damit zu tun haben, ist unklar.

(wap) Im ersten Halbjahr 2020 wurden in der Schweiz 13’750 neue Schlichtungsverfahren im Miet- und Pachtwesen eingeleitet. Diesen Wert meldete das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Dienstag. Gegenüber dem Vorjahressemester bedeutet dies eine Zunahme um rund 6,8 Prozent. Ob die Coronakrise für den Anstieg verantwortlich ist, geht aus den Zahlen nicht hervor. Schlichtungsgesuche im Zusammenhang mit Geschäftsmieten seien denkbar, schreibt das BWO. In der Statistik werde aber zwischen Wohn- und Geschäftsmieten nicht differenziert.

Auch die Senkung des hypothekarischen Referenzzinssatzes bei Mietverhältnissen von 1,5 auf 1,25 Prozent am 2. März dürfte nach Einschätzung des BWO eine Rolle gespielt haben. Es sei nicht unüblich, dass es bei Senkungen des Referenzzinssatzes zu einer Zunahme der Neueingänge komme.

Eine Zunahme verzeichneten insbesondere die Kantone Zürich und die beiden Basel. Im Aargau und in Genf sei die Zahl der neuen Verfahren hingegen gesunken. Insgesamt bewegten sich die Werte des ersten Halbjahrs 2020 «innerhalb der üblichen Spannbreite», schreibt das BWO.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 8. Dezember 2020 10:44
aktualisiert: 8. Dezember 2020 10:46