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Mit Memes zum Wählen animieren

Nina Müller, 30. März 2019, 19:22 Uhr
Humor und Politik sind zwei Themen, die sich eher nicht verbinden lassen. Viele sind daran schon gescheitert, nicht so Oliver: Auf Instagram will er mit Memes jungen Menschen die Politik schmackhafter machen. Das Konzept scheint aufzugehen.
Mit lustigen Memes die Jungen zum Wählen animieren, das ist das Ziel von nextgenpolitik.
© Instagram/nextgenpolitik

Spätestens nach den US-Präsidentschaftswahlen ist klar, welchen Einfluss Social Media auf die Politik haben können. Mindestens so klar ist, dass in der Schweiz der Wähleranteil der Jungen marginal ist. «Politik ist nicht interessant, aber sehr wichtig», sagt Oliver, der Betreiber der Instagram-Seite «nextgenpolitik».

Oliver ist der Meinung, dass die Schweizer Politik zu wenig von der Jugend mitgestaltet werde. Er absolviert zurzeit die Berufsmaturität Passerelle und möchte seine Leidenschaft für die Politik weitergeben. Deshalb versucht er über einen Channel, der ihm gut bekannt ist, die Partizipation zu fördern. Mit lustigen Memes über die Schweizer Politik und informativen Grafiken, versucht er die Schweizer Jugend an die Urne zu locken:

Sein Konzept scheint aufzugehen: Oliver hat seit der Gründung im November schon über 2000 Follower. «Die meisten Reaktionen auf meine Posts sind positiv», sagt Oliver. Zum Beispiel habe ihn eine junge Frau aus Basel angeschrieben, die politisch aktiv sein wolle, aber nicht weiss wie.

«Das war so schön, ich habe ihr dann einige Kontakte gegeben und erklärt, wie sie herausfinden kann, welche Partei zu ihr passt», sagt Oliver. Natürlich gebe es auch negative Reaktionen. Diese Aussage hat ihm einige wuterfüllte Nachrichten von SVP-Wählern eingebracht:

Davon lässt sich Oliver aber nicht entmutigen. Sein Ziel sind 10'000 Follower, dann will er parteiübergreifend mit allen Jungparteien der Schweiz zusammenarbeiten. «Junge sollen Junge wählen und dafür sorgen, dass die Interessen der Jugend in der Politik vertreten sind», sagt Oliver. Die Klima-Jugend sei beispielsweise ein erster Schritt in diese Richtung.

Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 30. März 2019 19:22
aktualisiert: 30. März 2019 19:22