Unwetter

Nach Gewittern und Hagelzügen geht Hitzewelle weiter

16. Juni 2022, 15:32 Uhr
Nachdem sich heftige Gewitter und Hagelzüge in der Nacht auf Donnerstag über weiten Teilen der Schweiz entladen haben, dürfte am Donnerstag das Thermometer im Westen und im Wallis wieder über 30 Grad anzeigen. Die Behörden warnen vor einer Hitzewelle am Wochenende.

Auch im Tessin könnte laut Angaben von SRF Meteo vom Donnerstag voraussichtlich die 30-Grad-Marke geknackt werden. Nur in der Deutschschweiz dürften die Temperaturen leicht zurückgehen. Doch schon am Freitag sind wieder verbreitet 30 Grad möglich, und im Süden dürfte es, mit bis zu 34 Grad, den vorerst heissesten Tag des Jahres geben.

Für die Gesundheit gefährlich heiss wird es in einigen Landesteilen zum Wochenende hin, wie MeteoSchweiz am Donnerstag mitteilte. Von Donnerstag bis Dienstag werde in den Niederungen der Alpensüdseite und im Zentralwallis eine Hitzewelle mit Temperaturmaxima zwischen 32 bis 36 Grad erwartet.

Warnungen ausgesprochen

Die für den Süden der Alpen geltende Warnstufe 3 wurde daher verlängert. Auch für das Zentralwallis, wo die Hitzewelle allerdings erst am Freitag beginnt, wurde eine Warnung ausgesprochen. Ab Samstag wird die Hitzewelle auch die tieferen Lagen der Nordalpen betreffen, für die derzeit eine Vorwarnung gilt. Die Gefahrenstufe 3 gilt, wenn hohe Temperaturen ab 25 Grad mindestens drei Tage anhalten.

Im Norden steht laut Wetterprognosen vor allem am Wochenende brütende Hitze bevor. Die Höchstwerte könnten zwischen 32 und lokal 36 Grad betragen. Der absolute Juni-Höchstwerte in der Schweiz datiert laut SRF Meteo vom 27. Juni 1947 mit 36,9 Grad in Basel.

Nach Tageshöchstwerten in Sitten (34,3 Grad), Genf (33,5 Grad) und Basel (32 Grad) vom Mittwoch hatten sich in der Nacht auf Donnerstag heftige Gewitter und Hagelzüge über weiten Teilen der Schweiz entladen. Besonders heftig fielen die Gewitter im Emmental und im Oberaargau aus.

Gewitter und Hagel in der Nacht

Grosse Hagelkörner gab es in Münchringen BE. Doch auch in Kerns OW gingen die Gewitter mit Hagel einher, wie MeteoSchweiz auf Twitter mitteilte. Eine Gewitterzelle mit eingelagertem Hagel gab es auch in der Region Bodensee. Schweizweit wurden laut MeteoNews knapp 5000 Blitze gezählt. Gemäss Niederschlagsradar von MeteoSchweiz regnete es in der Innerschweiz und im Engadin kräftig.

Eine Unwetterwarnung der Stufe Rot gaben die Regionen Basel und Lausanne in der Nacht auf Donnerstag heraus. Die Blitzaktivität in Basel und Umgebung sei hoch. Der Schwerpunkt der Unwetter befand sich in Vallorbe VD. Es bestand lokal die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Juni 2022 14:05
aktualisiert: 16. Juni 2022 15:32
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