Anzeige
Neue Omikron-Variante

Nach Verunsicherung am Flughafen: Bund ruft Passagiere aus Südafrika zu Test auf

27. November 2021, 15:35 Uhr
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat wegen der neuen «besorgniserregenden» Virusvariante in Zürich ankommende Flugpassagiere aus Südafrika per SMS zu umgehenden Tests aufgefordert. Noch am Samstagvormittag herrschte bei den Ankommenden Ungewissheit und Verunsicherung.
Jetzt gibt es klare Anweisungen vom BAG: Nach der Ankunft sollen sich Reisende aus dem südlichen Afrika und Belgien testen lassen.
© KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Sämtliche Passagiere eines Swiss-Flugs vom Samstag aus Johannesburg in Südafrika nach Zürich würden «per SMS vom BAG informiert und aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben und sich testen zu lassen», teilte die Behörde gegeüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Verunsicherung am Samstagvormittag

Am Schweizer Landesflughafen Zürich waren am Samstag keine speziellen Kontrollen durchgeführt worden. Die Einreisenden seien zunächst auch nicht von Behörden kontaktiert worden, berichteten am Samstag mehrere Medien unter Berufung auf ankommende Passagiere. Diese sprachen teils zudem von unklaren Anweisungen. Das sorgte für Ungewissheit und Verunsicherung.

Die Passagierdaten des Flugs würden gleichzeitig den Kantonen übermittelt, damit diese die Kontrolle der Quarantäne und der Testungen übernehmen könnten, erklärte das BAG. Alle positiven PCR-Tests würden zudem genauer auf die Virusvarianten untersucht respektive sequenziert, hiess es weiter.

Nicht im öffentlichen Verkehr nach Hause

Der Bund hatte am Freitag einen allgemeinen Aufruf gemacht, dass Einreisende aus Ländern mit der besorgniserregenden neuen Coronavirus-Variante nicht mit dem öffentlichen Verkehr vom Flughafen nach Hause fahren sollen.

Laut BAG müssen Einreisende aus Südafrika und anderen Ländern seit Freitag einen negativen Covid-19-Test vorlegen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben - auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Dasselbe gilt für alle Reisenden aus Belgien.

Einreisestopp aus gewissen Ländern

Grundsätzlich gilt ein Einreisestopp für Reisende aus Botsuana, Eswatini, Hongkong, Israel, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. Davon ausgenommen sind allerdings Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz verfügen.

Ausser dem Swiss-Flug, der am Samstag in Zürich landete, werden laut BAG nur noch bewilligte Repatriierungsflüge aus der Region südliches Afrika in der Schweiz landen können.

In der Schweiz noch nicht nachgewiesen

Die neue Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) wurde bislang in der Schweiz nicht nachgewiesen, wie das BAG am Samstag schrieb. In Belgien wurde erstmals ein Fall in Europa nachgewiesen. In Deutschland ist die Virusvariante laut Behörden «mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit» wohl ebenfalls angekommen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als «besorgniserregend» eingestuft. Die Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Ausserdem besteht bei «besorgniserregenden Varianten» die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Massnahmen weniger wirksam sind.

(red./sda)

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. November 2021 15:25
aktualisiert: 27. November 2021 15:35