Lockdown gefordert

Natalie Rickli: «Situation nicht länger zumutbar»

16. Dezember 2020, 06:30 Uhr
«Weiss, was dort läuft»: Natalie Rickli beurteilt die Situation in den Spitälern al nicht länger zumutbar.
© Keystone
Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli stellt sich hinter die Forderungen der Spitäler und verlangt vom Bund den Lockdown noch vor Weihnachten. Die Situation sei nicht mehr tragbar.

(wap) Der Bundesrat müsse schon am Freitag klare, einschneidende Massnahmen für die ganze Schweiz ergreifen, fordert die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) in einem am Dienstagabend veröffentlichten Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Diskussionen über Drei-Phasen-Pläne und Entscheide erst nach Weihnachten seien fehl am Platz: «Wir haben keine Zeit mehr», sagt sie.

Rickli stellt sich in dem Interview explizit hinter einen Appell von Chefärzten der Zürcher Spitäler. «Meine Fachleute und ich stehen fast im täglichen Austausch mit den Spitälern. Sie können sicher sein, dass ich genau weiss, was dort läuft», sagt Rickli. Die Chefärzte hatten in ihrem Appell davon berichtet, dass auch junge Patienten und Notfälle teilweise nicht mehr aufgenommen werden könnten. «Als Gesundheitsdirektorin halte ich klar fest, dass die jetzige Situation für die Spitäler und das Gesundheitspersonal nicht mehr länger zumutbar ist», sagt Rickli.

Gewisse Bereiche wie Gastronomie, Kultur, Freizeit und Unterhaltung müssten jetzt geschlossen werden. Vom Skifahren über die Festtage rät Rickli ab: Die Zürcher Spitäler hätten keine Kapazitäten mehr, um verletzte Skifahrer zu behandeln.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 16. Dezember 2020 06:26
aktualisiert: 16. Dezember 2020 06:30