Nestlé überwacht Palmöl-Zulieferer per Satellit

14. September 2018, 11:16 Uhr
Bei Nestlé fallen statt 500 nur 450 Stellen weg. Dies das Ergebnis der Konsultation mit den Sozialpartnern. (Archivbild)
Bei Nestlé fallen statt 500 nur 450 Stellen weg. Dies das Ergebnis der Konsultation mit den Sozialpartnern. (Archivbild)
© KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Nestlé will seine Palmöl-Zulieferer per Satellit überwachen, um eine nachhaltige Produktion des wichtigen Zusatzstoffs für viele Nahrungsmittel sicherzustellen. Der Konzern setzt dafür auf eine Technologie von Airbus und der Non-Profit-Organisation The Forest Trust.

Mit dessen Satellitenbildern und Radaraufnahmen will Nestlé sicherstellen, dass bei den Zulieferern kein Regenwald zur Produktion von Palmöl abgeholzt wird, wie der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller am Freitag mitteilte.

Bereits vor einigen Jahren hatte sich Nestlé zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 keines seiner Produkte mehr mit Abholzung in Verbindung gebracht wird. Bis Ende 2017 lag die Quote bei 63 Prozent.

Palmöl ist ein wichtiger Bestandteil in vielen Lebensmitteln und sorgt etwa dafür, dass Schokolade auf der Zunge schmilzt oder Margarine streichfähig ist. Auch in Shampoos, Waschmitteln oder Seife kommt es zum Einsatz.

Doch der Anbau ist in den vergangenen Jahren verstärkt in die Kritik geraten, etwa wegen der dafür nötigen Abholzung des Regenwalds und deren Folgen für Mensch und Tier. Palmöl wird vor allem in Malaysia und Indonesien produziert.

Den Überwachungsdienst will Nestlé zu einem späteren Zeitpunkt unter anderem auch auf die Zulieferer von Papier und Soja ausdehnen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 14. September 2018 10:56
aktualisiert: 14. September 2018 11:16