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Personalisierte Tickets in der Super League werden «vertieft geprüft»

10. Dezember 2021, 15:00 Uhr
Die Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone und Städte wollen personalisierte Tickets für die Super League. Doch dafür muss zuerst ein Umsetzungskonzept erstellt werden.
Kommt es zu Pyroeinsatz, sollen die Verantwortlichen dank personalisierten Tickets rascher ermittelt werden.
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Die personalisierten Tickets in der Super League sollen kommen. Darin sind sich die Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone und Städte einig. So soll es einen Abgleich zwischen den Identitäten der Fans und der Hoogan-Datenbank geben.

Personen, die ein Stadion- und Rayonverbot haben, sollen so von Spielbesuchen abgehalten und die Strafverfolgung bei Zwischenfällen in den Stadien erleichtert werden. Soweit der Plan.

«Nach den jüngsten Vorfällen in Zürich, Luzern und am vergangenen Wochenende in St.Gallen ist die Weiterführung des Status Quo für die Verantwortlichen keine Option mehr», heisst es. Kritik an den personalisierten Tickets kommt von der Swiss Football League, es brauche zuerst ein Umsetzungskonzept.

«Keine Nachteile» für Besucherinnen und Besucher

So schreibt die Bewilligungskommission: «Diesen Bedenken tragen die Bewilligungsbehörden Rechnung, indem der definitive Entscheid erst getroffen werden soll, wenn das Umsetzungskonzept vorliegt.» In verschiedenen anderen Bereichen gebe es bereits personalisierte Tickets, ohne dass es zu Nachteilen komme, schreibt sie weiter.

«Die Einführung von personalisierten Tickets und ID-Kontrollen sind für die Bewilligungsbehörden die mildeste mögliche Massnahme, um die Situation zu verbessern», heisst es von der Kommission. Es sei jedoch noch eine Lösung zu finden, um eine Saisonkarte oder ein Einzelticket ohne grossen Aufwand an eine andere Person geben zu können.

Daten sollen umgehend gelöscht werden

Alle gesammelten Daten sollen nach Spielen ohne Vorkommnisse umgehend gelöscht und nur bei Spielen mit Zwischenfällen soweit gespeichert werden, «wie es zum Zweck der Strafverfolgung nötig ist». Die Aufhebung der Stehplatzsektoren stehe derzeit nicht zur Diskussion, heisst es weiter.

Die Bewilligungskommission geht davon aus, dass ein definitiver Entscheid zur möglichen Einführung der personalisierten Tickets «länger als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen» werde.

In der Challenge League und den beiden obersten Ligen im Eishockey wird vorerst auf personalisierte Tickets verzichtet. Zuerst sollen Erfahrungen aus der Super League gesammelt werden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Dezember 2021 15:00
aktualisiert: 10. Dezember 2021 15:00
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