Pfingsten

Pfila at Home: Pfadi und Jubla sorgen für Pfingstlager-Feeling

Fabienne Engbers, 29. Mai 2020, 13:21 Uhr
Pfila zu Hause ist zwar nicht dasselbe wie ein Pfila mit den Freundinnen und im Fähnli – aber besser als nichts.
© zVg/Pfadi Seesturm/Elia Zimmermann
Das Highlight vieler Pfadi- und Jubla-Begeisterten wäre dieses Wochenende angestanden, fällt aber ins Wasser: das Pfila. Damit man aber nicht ganz verzichten muss, haben sich engagierte Freiwillige aus den Jugendverbänden eine Alternative ausgedacht: das Pfila zu Hause.

Es sind traurige Tage für die Pfadfinderinnen und Jublaner. Sie hätten vorfreudig ihre sieben Sachen in den Rucksack gepackt, den Schlafsack unter dem Bett hervorgeholt. Mit Sack und Pack würden sie jetzt beim Pfadiheim oder Jubla-Haus stehen und sich von dort aus auf den abenteuerlichen Weg ins Pfila machen.

Ob Star Wars, Forschertruppe oder Piratencrew: Die Pfilas sind für Jung und Alt ein Highlight im Jahresprogramm. Umso grösser ist bei vielen die Enttäuschung, dass das Abenteuer dieses Jahr ins Wasser fällt.

15 engagierte junge Menschen der Verbände Pfadi und Jungwacht Blauring haben sich deshalb eine Alternative ausgedacht. Auf der Website Pfila@Home gibt es einige Anleitungen, wie man sein eigenes kleines Pfingstlager veranstaltet.

«Chuum simmer do, tüemer s'Zelt ufstelle – logisch, oder wötsch öppe dusse pennä?»

Wie es der KALA03-Song schon sagte: Ein Pfadilager beginnt damit, dass man sein Zelt aufstellt. Das gilt auch für zu Hause, deshalb werden alle Pfila@Home-Teilnehmenden aufgefordert, ihr Zelt aus dem Schrank zu holen und im Garten aufzustellen.

Auf Instagram begleitet beispielsweise die Pfadi Olymp Romanshorn ihre Follower mit einer Pfila@Home-Anleitung, das erste Zelt steht offenbar bereits, wie ihre Story zeigt.

Die Pfadi Olymp Romanshorn hat schon ein Foto vom Zeltaufbau im Garten gekriegt.

© Instagram/pfadiolympromanshorn

Digitaler Singsong am Lagerfeuer

Unter anderem kann man knifflige Rätsel lösen, coole Sachen basteln und an gemeinsamen Höhepunkten digital teilnehmen, um so doch noch ein bisschen in Lagerstimmung zu kommen.

Einer der grössten Pfila-Höhepunkte ist der traditionelle Singsong. Jede Abteilung hat eigene Rituale und Traditionen. Am Sonntagabend aber wollen Pfadis und Jublas aus der ganzen Schweiz digital zusammenkommen, um sich am Lagerfeuer zu treffen.

Bereits zum zweiten Mal wird ein solcher Singsong auf digitalem Wege im ganzen Land ins Leben gerufen.

Programm downloaden und los geht's

Nebst gemeinsamen Lagerfeuer-Momenten gibt es ganz viele vorbereitete Programmpunkte und sogar ein Pfila-Menü zum Nachkochen.

Für die jüngeren Teilnehmenden gibt es Programmpunkte wie Basteln mit Karton und Schnitzen unter Anleitung. Für die älteren Teilnehmenden gibt es eine «Crazy Challenge», eine Aufgabe, die man per Videochat mit seiner Rotte lösen kann.

Ausserdem haben die 15 freiwilligen Initianten einen eigenen Lagerdruck entworfen, den man sich auf sein Pfadi- oder Jubla-Hemd drucken kann.

Es fehlt also an gar nichts, damit es dieses Jahr doch noch ein gelungenes Pfila gibt.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. Mai 2020 06:46
aktualisiert: 29. Mai 2020 13:21