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Prämien senken dank Crash Recorders?

Sarah Lippuner, 9. September 2018, 07:19 Uhr
Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer befürwortet die obligatorische Installation eines Crash Recorders – dies zeigt eine Umfrage von Comparis. Das Gerät hat einen angenehmen Nebeneffekt: Es könnte die Prämien sinken lassen.
Diverse Versicherungen bieten den Einbau eines Crash Recorders an.
© Photopress/Axa Winterthur

Was die Black Box im Flugzeug ist, ist der Crash Recorder im Auto. Er speichert die letzten 30 Sekunden vor einem Unfall. So kann das Geschehene rekonstruiert werden und die Schuldfrage wird schneller geklärt. Für Versicherungen ist diese Funktion natürlich attraktiv. Darum geben einige von ihnen, zum Beispiel die Axa Winterthur oder die Allianz, einen Rabatt beim Einbau eines Crash Recorders.

Die Hälfte will ein Obligatorium

Bei der Comparis-Umfrage wurden rund 1200 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren befragt. 48,8 Prozent der über 50-Jährigen möchten den Einbau eines Crash Recorders obligatorisch machen. Gut 44 Prozent der unter 50-Jährigen würden sich ebenfalls mit einem Obligatorium anfreunden. Dass sich ein Crash Recorder positiv auf das Fahrverhalten auslösen kann, zeigt eine Studie der Axa. Gemäss ihren Zahlen verursachen Junglenker mit Crash Recorder 15 Prozent weniger Unfälle als ihre Altersgenossen ohne das Gerät.

Für Andrea Auer, Comparis-Mobilitätsexpertin, würde ein Obligatorium auch eine mögliche Chance für Versicherte bedeuten: «Sollten durch eine Crash-Recorder-Pflicht die Unfallzahlen sinken, profitieren Autofahrer aufgrund niedrigerer Kosten langfristig von tieferen Versicherungsprämien.»

Grafik: Comparis

Tiefere Prämien dank Crash Recorder

In allen Altersgruppen sind sich gut zwei Drittel einig, dass der Einbau eines Crash Recorders mit einem Prämiennachlass belohnt werden sollte. Zurzeit profitieren allerdings erst Junglenker von tieferen Prämien dank eines Crash Recorders. «Ob künftig auch ältere Autofahrer von Versicherungsmodellen mit digitalen Aufzeichnungsgeräten profitieren können, ist ungewiss», sagt die Expertin.

Grafik: Comparis

Sarah Lippuner
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 9. September 2018 07:19
aktualisiert: 9. September 2018 07:19