Nach Penis-Foto

Priester reicht Strafanzeige gegen Sekretärin ein

20. September 2020, 21:41 Uhr
Der Priester war im Kanton Nidwalden tätig. (Symbolbild)
© iStock
Ein Priester des Bistums Chur soll seiner Sekretärin ein Bild seines erigierten Penis geschickt haben. Die Frau zeigte den Priester im Kanton Nidwalden an. Der Priester sieht sich als Opfer einer Verschwörung und hat nun selbst Anzeige eingereicht.

Ein im Kanton Nidwalden tätiger Priester schickte «aus Versehen» ein Nacktfoto an seine Sekretärin (FM1Today berichtete). Gegen ihn wurde deshalb ein Ermittlungsverfahren eröffnet. In einer Mitteilung vom Sonntag gab das Anwaltsbüro des Priesters bekannt, dass er gegen die Sekretärin rechtlich vorgehen werde.

Der Priester von Obbürgen sieht sich nämlich als Opfer einer Verschwörung, die seit Sommer 2014 gegen ihn laufe, um ihn als Pfarradministrator von Stansstad loszuwerden.

Strafanzeige gegen Kirchenratspräsident und Sekretärin

Der Nidwaldner Priester reicht deshalb eine Strafanzeige gegen drei Personen aus Stansstad ein wegen Verleumdung, Rufschädigung, Nötigung, Erpressung, Befangenheit und Verdacht auf Urkundenbetrug.

«Von wem wurde es wann und wo, und zu welchem Zweck weitergegeben?», fragt der Pfarrer in der Mitteilung. Er habe das Foto nicht aus seiner Hand versendet. Das alles sei jetzt Gegenstand der Untersuchung der eingereichten Strafanzeige.

Weitergeleitet statt gelöscht

Gegenüber kath.ch sagte der Priester am Donnerstag, dass das besagte Foto nicht seinen Penis zeige, es sei ihm unaufgefordert zugeschickt worden. Beim Versuch, es zu löschen, habe er es seiner Sekretärin weitergeleitet.

Nachdem sie das Bild erhalten hatte, wandte sich die Frau gemäss Recherchen des Portals an ihren Arbeitgeber und erstattete Anzeige bei der Nidwaldner Polizei. Diese bestätigt: «Ein polizeiliches Ermittlungsverfahren ist eröffnet worden.»

Für den Priester gilt die Unschuldsvermutung. Er war 2011 vom Churer Bischof Vitus Huonder zum Priester geweiht worden.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. September 2020 21:18
aktualisiert: 20. September 2020 21:41