Romanshorn kämpft gegen den Abfall

30. August 2018, 07:58 Uhr
Illegal entsorgte Gegenstände können die Verursacher teuer zu stehen kommen.
Illegal entsorgte Gegenstände können die Verursacher teuer zu stehen kommen.
© zVg
Die Stadt Romanshorn ärgert sich über illegal entsorgten Abfall. Rund zwei Mal in der Woche rückt der Werkhof aus, um Abfall zu sammeln, der widerrechtlich auf Trottoirs und Strassen entsorgt worden ist. Das kann teuer werden.

Matratzen, alte Schränke und anderer Müll - wiederholt ist in Romanshorn im öffentlichen Raum Abfall entsorgt worden. Die Beseitigung des Abfalls kostet die Steuerzahler mehrere tausend Franken. Wird der Verursacher erwischt, drohen hohe Bussen.

Wöchentlich müssen Mitarbeiter des Werkhofs deshalb ausrücken. Gegen 50 Stunden wenden die Mitarbeitenden dafür auf. Die Kosten werden von der Stadt auf mehrere tausend Franken geschätzt.

Zunahme der illegalen Entsorgung

«Das unschöne Phänomen tritt vorwiegend in wärmeren Monaten auf und hat in den letzten Jahren zugenommen», sagt Stadtrat Patrik Fink, Ressortverantwortlicher Versorgung und Entsorgung.

Es sei ausserdem Mode geworden, ausgediente Gegenstände mit «Gratis mitzunehmen» anzuschreiben und an den Stassenrand zu stellen. Auch das ist ohne Bewilligung der Stadt auf öffentlichem Grund untersagt.

Es gilt auch als illegale Entsorgung und wird als Verstoss gegen das kantonale Abfallgesetz gewertet. Es kostet den Verursacher 250 Franken, wenn er erwischt wird.

Gefährlich für Passanten

Das Stadtbild werde durch die illegal entsorgten Gegenstände beeinträchtigt und ausserdem würden sie die Trottoirs derart verengen, dass Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhl kaum durchkommen. Das sei oft auch gefährlich, da sie auf die Strasse ausweichen müssen.

Die Unterhaltsarbeiten der Stadt werden durch den Abfall stark behindert oder verunmöglicht. Der Werkhof Romanshorn gewährt den Verursachern aber eine Frist von drei Tagen. Ist der Müll bis dann nicht weggeräumt, droht die entsprechende Busse.

«Mit dieser kulanten aber konsequenten Praxis wollen wir den öffentlichen Raum für alle sauber halten», so Fink.

Entsorgungen seien im regionalen Entsorgungszentrum Hefenhofen oder durch private Unternehmen möglich.

Quelle: red.
veröffentlicht: 30. August 2018 07:52
aktualisiert: 30. August 2018 07:58