Anzeige

Sarah Bösch will in den Ständerat

Angela Mueller, 4. Januar 2019, 14:32 Uhr
Die Hotelkrippe-Geschäftsführerin Sarah Bösch aus St.Gallen mischt sich in die Ständeratswahl ein: Sie kandidiert bei der Ersatzwahl für den Sitz von Karin Keller-Sutter.
Sarah Bösch ist Unternehmerin in St.Gallen, sie hat eine Hotelkrippe gegründet.
© Tagblatt

Neben den bereits aufgestellten Kandidaten Beni Würth (CVP),  Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP), Mike Egger (SVP) und Patrick Ziltener (Grüne) steigt nun auch eine Parteilose ins Rennen. «Ich habe mir das lange überlegt und die nötigen Vorbereitungen getroffen», sagt Sarah Bösch gegenüber FM1Today.

Die 36-jährige Gründerin einer Hotelkrippe hat kaum politische Erfahrung, ist aber dennoch kein unbeschriebenes Blatt. Als SVP-Parteimitglied gab sie 2015 im Stadtparlament von Wil ein kurzes politisches Intermezzo. Nach fünf Monaten trat sie jedoch zurück. Durch die sogenannte «Bier-Affäre» war sie in negative Schlagzeilen geraten und hatte schweizweit für Aufsehen gesorgt.

Bösch war damals mit 0,8 Promille Alkohol im Blut hinter dem Steuer gesessen und von der Polizei kontrolliert und gebüsst worden. Auf Facebook hatte sie sich unbedacht über das Vorgehen der Polizei beklagt. Der Skandal war perfekt. Bösch verlor nicht nur ihr politisches Mandat, ihre Parteizugehörigkeit, sondern auch ihren Job.

Doch die Frau liess sich nicht unterkriegen, sie gründete 2016 eine Hotelkrippe in St.Gallen, die Kinder während 24 Stunden im Tag betreut. Bösch hatte danach erfolglos als Parteilose für den Nationalrat und den Kantonsrat St.Gallen kandidiert. Die 36-jährige Unternehmerin ist Mitglied des Gewerbeverbands Stadt und Kanton St.Gallen und von Bodensee-Tourismus.

Auf ihrer Facebookseite teilt sie mit: «Mein Kernthema ist die Familien-Politik. Hier geht es um das Zusammenleben, die Kinder, die Erziehung, die Bildung, den Beruf und die Lebensqualität.»

Weiter heisst es: «Die wirkliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir ein sehr grosses Anliegen. In diesem Sinne setze ich mich für eine zukunftsorientierte Familien-Politik ein, welche allen Eltern aus allen Gesellschaftsschichten und allen Berufsgruppen zu Gute kommt.»

Angela Mueller
Quelle: agm
veröffentlicht: 4. Januar 2019 11:25
aktualisiert: 4. Januar 2019 14:32