2019

Schadensumme der Wirtschaftsdelikte hat sich verdoppelt

6. Juli 2020, 10:46 Uhr
Die Summe der bei Wirtschaftsdelikten veruntreuten Gelder ist letztes Jahr in der Schweiz stark angestiegen.
© Steffen Schmidt / Keystone
Letztes Jahr haben Wirtschaftsdelikte in der Schweiz einen Schaden von 363 Millionen Franken verursacht. Laut dem Beratungsunternehmen KPMG entspricht dies mehr als einer Verdoppelung.

Konkret ist die Gesamtsumme der Delikte mit mehr als 50'000 Franken Schaden, für die ein Urteil vorliegt, um 119 Prozent auf 363 Millionen gestiegen. Dabei geht es um 48 Fälle. Auch die durchschnittlichen Deliktswerte haben sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt, von 3,3 auf 7,7 Millionen. Wie das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen KMPG am Dienstag im jährlichen Forensic Fraud Barometer schreibt, gerieten öffentliche Institutionen und Kunden am häufigsten ins Visier von Delinquenten.

Täter sind meist gewerbsmässige Betrüger (14 Fälle), gefolgt von Mitarbeitenden und Management (je 11 Fälle). Bezogen auf Fallzahlen scheine das organisierte Verbrechen mit nur zwei Delikten vernachlässigbar. Es verursacht laut KPMG mit 25 Millionen aber die grössten Schäden pro Fall.

(sat)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 6. Juli 2020 10:43
aktualisiert: 6. Juli 2020 10:46