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Gesundheit

Schlechte Noten für die Rabattsysteme der Krankenkassen

25. November 2021, 10:25 Uhr
Die Krankenkassen in der Schweiz belohnen zunehmend Kunden mit Rabatten, wenn sie die Übermittlung von Gesundheitsdaten zulassen. Der Konsumentenschutz hat die Rabatte unter die Lupe genommen und kommt zu einem vernichtenden Urteil. Keine der Apps überzeugt.
Die App der Krankenkasse Sanitas erhält in einer Untersuchung des Konsumentenschutzes die schlechtesten Noten. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Am schlechtesten schneidet das Rabattsystem der Krankenkasse Sanitas ab, wie der Konsumentenschutz am Donnerstag bekannt gab. Nutzerinnen und Nutzer der App übertragen detaillierte Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz oder Schlafdaten direkt an die Krankenkassen.

Zudem vergibt die Sanitas wie auch die Helsana indirekte Rabatte in der Grundversicherung, wenn die Versicherten Sport treiben oder sich viel bewegen. Diskriminiert werden jene, die daran kein Interesse haben. Das ist nach Ansicht des Konsumentenschutzes rechtswidrig.

Diese Diskriminierung sei verwerflich. Zudem untergrüben Rabattsysteme den Grundsatz einer Sozialversicherung. Immerhin beschränkten die Krankenkassen CSS, Swica, Concordia und Visana ihre Angebote auf Zusatzversicherungen.

Am wenigsten Kritik trotz diverser Mängel erhält die App der CSS. Im schlechten Mittelfeld bewegen sich die die Angebote von Swica, Concordia und Visana, wie der Konsumentenschutz weiter schreibt. Bei Swica und Concordia ist der Datenschutz mangelhaft, bei der CSS gut.

Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, fordert die Krankenkassen dazu auf, ihre Rabattsysteme datenschutzfreundlich auszugestalten und auf die Zusatzversicherung zu beschränken oder – noch besser – gleich ganz einzustellen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. November 2021 10:05
aktualisiert: 25. November 2021 10:25