Schönwetterperiode ist nicht rekordverdächtig

18. Februar 2019, 14:14 Uhr
Eine Frau geniesst das frühlingshafte Wetter am Zürichsee. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Eine Frau geniesst das frühlingshafte Wetter am Zürichsee. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Die derzeitige Schönwetterperiode ist laut Auskunft von MeteoSchweiz nicht rekordverdächtig. Immerhin wurden an einzelnen Stationen Temperaturhöchstwerte verzeichnet. Das schöne Wetter dürfte über den Monatswechsel hinaus anhalten.

Für das aktuell sonnige und milde Wetter ist eine sogenannte Omega-Wetterlage verantwortlich, wie MeteoSchweiz auf Anfrage bekannt gab. Dabei liegt ein grosses Hoch über weiten Teilen Europas, gleichzeitig herrscht östlich und westlich davon Tiefdruckeinfluss. Diese Konstellation ist sehr stabil und bekannt dafür, dass sie über längere Zeit an Ort und Stelle verharrt.

Die derzeitige Schönwetterperiode sei aber nicht rekordverdächtig, sagt Meteorologe Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz. Im Winter bestimmten immer wieder einmal länger andauernde Hochdrucklagen das Wetter.

Dasselbe gelte für die Temperaturen, die flächig gesehen für die Jahreszeit ebenfalls nicht rekordverdächtig seien, auch wenn in den letzten Tagen die Tagesmitteltemperatur an den Bergstationen neun bis zwölf Grad über dem langjährigen Durchschnitt gelegen seien.

An Stationen mit kürzeren Messzeiten wurden laut MeteoSchwiez vereinzelt Rekorde registriert, so zum Beispiel am vergangenen Freitag mit einer Tagesmitteltemperatur von 9,2 Grad und einem Maximum von 13,5 Grad auf dem Chasseral. Dort werden allerdings erst seit 1981 Messreihen erhoben.

Speziell ist gemäss MeteoSchweiz derzeit, dass im Mittelland über die ganze Hochdruckperiode kaum Nebel oder Hochnebel lag. Die herangeführte Luftmasse sei so trocken gewesen, dass selbst am Jurasüdfuss nur vereinzelt und in den Morgenstunden flache Nebelfelder entstanden seien.

Und das schöne und milde Wetter dürfte nach Einschätzung der Meteorologen bis mindestens Ende Monat, möglicherweise sogar bis Anfang März erhalten bleiben. Das aktuelle Hoch Dorit schwäche sich am Dienstag zwar vorübergehend etwas ab. Am Abend und in der Nacht auf Mittwoch würden einzelne Wolkenfelder einer schwachen Kaltfront erwartet. Danach werde aber rasch das nächste Hoch mit dem Namen Erika wetterbestimmend.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 18. Februar 2019 14:00
aktualisiert: 18. Februar 2019 14:14