Schussabgabe auf der Autobahn

Raphael Rohner, 21. Februar 2018, 16:59 Uhr
Eine Ordonnanzpistole 75 der Schweizer Armee. (Symbolbild)
Eine Ordonnanzpistole 75 der Schweizer Armee. (Symbolbild)
© KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI
Ein Unteroffizier der Schweizer Armee hat durch die Windschutzscheibe eines Autos geschossen. Dies mitten auf der Autobahn. Die Militärjustiz ermittelt und klärt den Vorfall ab.

Auf der Autobahn A4 beim Lauerzersee im Kanton Schwyz hat ein Wachtmeister aus einem fahrenden Auto geschossen. Der Schuss löste sich laut «20 Minuten» am vergangenen Freitag, als der Wachtmeister an der Pistole 75 hantierte. Er schoss dabei mitten durch die Windschutzscheibe eines Citroens der Armee.

Ein Leserreporter von «20 Minuten» habe die Sache miterlebt und schildert den Vorfall so, dass der Unteroffizier die Waffe selber durchgeladen haben soll. Dann löste sich ein Schuss und hinterliess ein Einschussloch. Der geschockte Fahrer habe die Autobahn über die nächste Ausfahrt verlassen und die Militärpolizei informiert.

«Die Militärjustiz untersucht die ungewollte Schussabgabe», sagt Mario Camelin, Mediensprecher der Schweizer Militärjustiz gegenüber FM1Today. Es gebe momentan keine Hinweise, dass der Wachtmeister vorsätzlich gehandelt habe. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren laut aktuellem Kenntnisstand der Militärjustiz lediglich der Fahrer und der Beifahrer im Fahrzeug. «Momentan wird auch die Frage geklärt, warum der Fahrer, ein Soldat, eine Pistole bei sich hatte», sagte Camelin.

Raphael Rohner
Quelle: rar
veröffentlicht: 21. Februar 2018 16:59
aktualisiert: 21. Februar 2018 16:59