Schweizer Experte im Uno-Ausschuss

29. Juni 2018, 19:26 Uhr
Philip D. Jaffé wurde in den Ausschuss für die Rechte des Kindes gewählt. (Archivbild)
Philip D. Jaffé wurde in den Ausschuss für die Rechte des Kindes gewählt. (Archivbild)
© Keystone/MARTIAL TREZZINI
Die Vertragsstaaten des Uno-Übereinkommens über die Rechte des Kindes haben am Freitag Professor Philip D. Jaffé in den Ausschuss für die Rechte des Kindes gewählt. Er nimmt als zweiter Schweizer in diesem Gremium mit Sitz in Genf Einsitz, wie das EDA mitteilte.

Der 18-köpfige Ausschuss für die Rechte des Kindes (Committee on the Rights of the Child, CRC) überwacht die Umsetzung des Uno-Übereinkommens über die Rechte des Kindes sowie seiner Fakultativprotokolle. Das Übereinkommen garantiert die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Die 196 Vertragsstaaten haben sich verpflichtet, alles daran zu setzen, dass diese Rechte in ihrem Hoheitsgebiet gewahrt werden, und legen dem Ausschuss regelmässig einen Bericht über die erzielten Fortschritte vor.

Philip D. Jaffé ist Mitbegründer und Direktor des interfakultären Zentrums für Kinderrechte und Professor für Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Genf. Er sei ein ausgewiesener Kinderrechtsexperte, heisst es in einem Communiqué des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Mit seiner multikulturellen Erfahrung und seinem psychosozialen und interdisziplinären Fachwissen sei eine grosse Bereicherung für den Kinderrechtsausschuss.

Im Jahr 2019, wenn Philip D. Jaffé sein Amt antritt, wird das Übereinkommen 30 Jahre alt. Es wurde 1989 von der Uno-Generalversammlung verabschiedet und 1997 von der Schweiz ratifiziert.

Mit Philip D. Jaffé nimmt nach Dr. h. c. Jean Zermatten (2005 bis 2013) zum zweiten Mal ein Schweizer im Ausschuss Einsitz. Das neue Mandat bedeute eine Anerkennung für das Engagement der Schweiz im Menschenrechtsbereich, betonte das EDA. Der Kinderrechtsausschuss tritt dreimal pro Jahr in Genf zusammen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 29. Juni 2018 17:56
aktualisiert: 29. Juni 2018 19:26