Schweizer Finanzchefs etwas pessimistischer

13. November 2018, 10:21 Uhr
Schweizer Top-Manager erwarten eine Rückkehr zu normalen Wachstumsraten. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Schweizer Finanzchefs blicken laut einer Umfrage nicht mehr so optimistisch in die Zukunft wie in den vergangenen Jahren. Drohende internationale Spannungen und die schleichende Angst vor einer Aufwertung des Schweizer Frankens sind die Hauptgründe.

Der Boom der Schweizer Wirtschaft scheint auszulaufen und eine Rückkehr zu weniger spektakulären, aber immer noch guten Wachstumszahlen anzubrechen, lautete denn auch das Fazit der aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte.

Gleich eine Reihe von Indikatoren deute auf diese Entwicklung hin. So sei nur noch eine kleine Mehrheit der Finanzchefs im Drei-Monats-Vergleich optimistischer als zuvor, was die eigenen Unternehmensaussichten anbelangt.

Auch das internationale Umfeld wird neu als grössere Herausforderung wahrgenommen. Handelskonflikte würden sich erstmalig auf breiter Front in der Risikowahrnehmung der Finanzchefs niederschlagen.

Ebenfalls als potentielle Problemherde genannt werden firmeninterne und geopolitischen Risiken sowie ein möglicherweise gegenüber dem Euro aufwertender Schweizer Franken.

Im Vergleich zur Schweiz zeigt die zeitgleiche Befragung europäischer Finanzchefs die hierzulande beobachteten Trends gar noch verstärkt auf. Die allgemeine Unsicherheit wird fast überall höher bewertet als zuvor, besonders hoch ist sie in Grossbritannien und in der Türkei.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 13. November 2018 09:46
aktualisiert: 13. November 2018 10:21