Schweizer produzieren (zu) viel Abfall

Dumeni Casaulta, 9. September 2015, 21:39 Uhr
Littering im St. Johanns-Park in Basel
Littering im St. Johanns-Park in Basel
© Symbolbild (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Trauriger Podestplatz: Die Schweiz gehört gemäss einer Studie zu den drei Ländern, welche am meisten Abfall produzieren. In der Schweiz sind es pro Kopf jährlich 712 Kilogramm.

34 OECD-Länder hat die Bertelsmann Stiftung untersucht. Konkret ging es um die UNO-Ziele der nachhaltigen Entwicklung. Besonders schlecht schneidet die Schweiz bei der Menge der anfallenden Siedlungsabfällen ab. 712 Kilogramm pro Jahr und Kopf sind es. Mehr Abfall produzieren nur Dänemark und die USA. Am wenigsten Siedlungsabfälle gibt es in Estland, mit 293 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Immerhin: Rund die Hälfte des Schweizer Abfalles wird recycelt.

Schweiz ist trotzdem in den "Fit Five"

Grundsätzlich steht die Schweiz, in Sachen nachhaltiger Entwicklung, auch gut da. Sie landet auf Platz 5, der 34 untersuchten Länder. Die Schweiz gehört, gemäss den Autoren der Studie, zu den "Fit Five". Zu jenen Ländern also, welche die UN-Ziele bereits zu einem grossen Teil erfüllen. Vor der Schweiz sind nur die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland. Am schlechtesten werden die Ziele bis jetzt in Mexiko, der Türkei, Ungarn, Chile und Griechenland erreicht.

Spitzenreiter bei Lebenszufriedenheit

Gut schneidet die Schweiz unter anderem bei den gesundheitlichen Entwicklungszielen ab. Menschen in der Schweiz können damit rechnen, 72 Jahre lang bei voller Gesundheit zu leben. Dieses Ziel führt Japan an, mit 75 Jahren. Zuoberst aufs Podest schafft es die Schweiz bei der selbst eingeschätzten Lebenszufriedenheit. Auch bei den Zahlen zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum gehört die Schweiz zu den besten aller untersuchten Länder.

Dumeni Casaulta
veröffentlicht: 9. September 2015 21:36
aktualisiert: 9. September 2015 21:39