Schweizer Schiff in Unglück involviert

30. Mai 2019, 12:27 Uhr
Bei einem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind am späten Mittwochabend nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Passagiere werden in dem kalten Wasser noch vermisst.

Bei den Toten handelt es sich um südkoreanische Touristen, wie das Aussenministerium in Seoul mitteilte. An Bord waren 33 Südkoreaner sowie zwei ungarische Besatzungsmitglieder. Involviert in das Schiffsunglück auf der Donau war ein Schiff unter Schweizer Flagge. Die "Viking Sigyn" stiess mit dem kleineren Unglücksschiff zusammen.

Schweizer Schiff gehört zu Viking River Cruises

Die "Viking Sigyn" gehört den Viking River Cruises mit Sitz in Basel. Sie war am späten Mittwochabend mit dem wesentlich kleineren Ausflugsschiff "Hableany" zusammengestossen. Das kleinere Schiff kenterte infolge der Wucht des Zusammenstosses und ging in wenigen Sekunden in den Fluten der Donau unter. Wie eine Sprecherin von Viking River Cruises auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte, kamen weder Passagiere noch Crew der "Viking Sigyn" zu Schaden. Das Unternehmen kooperiere mit den Behörden.

Mindestens sieben Menschen sind gestorben

Beim Unglück sind mindestens sieben Passagiere aus Südkorea ums Leben gekommen. Nach 21 weiteren Menschen an Bord der "Hableany"- unter ihnen 19 Südkoreaner und zwei ungarische Besatzungsmitglieder - wurde am Donnerstag weiterhin gesucht, wie Behördenvertreter an einer Pressekonferenz in Budapest erklärten.

15 Menschen überstanden das Unglück unbeschadet oder mit leichten Verletzungen. Eine Person konnte erfolgreich wiederbelebt werden. «Bislang wurden sieben Menschen in einem stabilen Zustand ins Spital eingeliefert», sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am frühen Donnerstagmorgen. Laut verschiedenen Medienberichten hatten die Passagiere keine Rettungswesten getragen.

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Quelle: CH Media Video Unit

Die südkoreanische Regierung will die Suche nach den vermissten Passagieren aus dem Land unterstützen. Das südkoreanische Aussenministerium kündigte am Donnerstag an, eine «schnelle Einsatzgruppe» mit 18 Beamten und Rettungskräften an den Unglücksort nach Budapest zu schicken.

Präsident Moon Jae In ordnete an, einen Krisenstab einzusetzen und zusammen mit den ungarischen Behörden «alle verfügbaren Mittel» zur Rettung der Vermissten zu ergreifen.

Rettungskräfte im Grosseinsatz

Medien berichteten von einem Grosseinsatz der Rettungskräfte. Den Behörden zufolge waren in der Nacht Taucher im Einsatz. Grosse Scheinwerfer beleuchteten Teile der Oberfläche der Donau im Budapester Abschnitt. Die Suche nach den Vermissten wurde jedoch durch heftigen Regen und starke Strömungen erheblich erschwert, wie das Internet-Portal Index.hu berichtete. Die Wassertemperatur betrug nur 15 Grad.

Die Donau fliesst mitten durch Budapest und trennt die beiden Stadthälften Buda und Pest voneinander. Ausflugsfahrten per Schiff sind auf dem Budapester Flussabschnitt bei Touristen sehr beliebt, weil sich dabei schöne und fotogene Ausblicke auf Sehenswürdigkeiten wie die Burg von Buda und das Parlamentsgebäude bieten.

Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 30. Mai 2019 11:44
aktualisiert: 30. Mai 2019 12:27