Energieeffizienz

Schweizer verbrauchen mit mehr Elektrogeräten weniger Strom

10. Dezember 2020, 10:38 Uhr
Backöfen gehören zu den grössten Stromverbrauchern.
© Keystone
Eine Analyse vom Bundesamt für Energie zeigt: Obwohl in der Schweiz deutlich mehr Elektronikgeräte als noch 2002 in Gebrauch sind, verbrauchen diese insgesamt weniger Energie.

Eine vom Bundesamt für Energie (BFE) in Auftrag gegebene Analyse der in der Schweiz verkauften Haushalts- und Elektronikgeräte zeigt, dass der Gesamtenergieverbrauch der Geräte im Zeitraum von 2002 bis 2019 wesentlich gesunken ist. Dies, obwohl der Bestand an Grossgeräten im Haushalt sowie im Büro, der IT und der Unterhaltungselektronik zwischen 2002 und 2019 um 34,3 Prozent angestiegen ist. Die Gesamtzahl stieg von knapp 35 Millionen auf fast 47 Millionen Geräte.

Der Stromverbrauch lag 2019 derweil um 1030 Millionen Kilowattstunden (-13,3 Prozent) tiefer als 2002 (7720 Millionen kWh). Dank grösserer Technologiesprünge seien die Effizienzgewinne bei den IT-, Büro- und Unterhaltungselektronik-Geräten mit 54 Prozent jedoch fast doppelt so hoch wie bei den Geräten für den Haushalt. Dies verdeutlicht laut dem BFE auch der über alle Geräte gemittelte spezifische Verbrauch pro Gerät: Bei den Haushaltgrossgeräten hat er zwischen 2002 und 2019 von 386 kWh auf 285 kWh abgenommen und bei den Elektronikgeräten von 130,7 kWh auf 52,6 kWh.

Die Daten der BFE-Analyse stammen vom Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz (FEA) und des Schweizerischen Wirtschaftsverbands der Informations-, Kommunikations-, und Organisationstechnik (Swico).

(sre)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 10. Dezember 2020 10:37
aktualisiert: 10. Dezember 2020 10:38