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Immobilien

Schweizer wollen Wohneigentum – können es sich aber nicht leisten

30. Juni 2021, 10:51 Uhr
Bei der Wohnsituation von Schweizerinnen und Schweizern tut sich eine Kluft auf zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Eine grosse Mehrheit träumt vom eigenen Haus. Leisten können es sich aber nur die wenigsten.
Ein eigenes Haus oder eine Wohnung: Das wünschen sich viele Menschen in der Schweiz, gerade auch die jüngere Generation. Doch wirklich leisten können es sich nur die wenigsten. (Symbolbild)
© KEYSTONE/ARNO BALZARINI

Eine Umfrage von Financescout24 zeigt, dass sich 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer im Alter zwischen 18 und 79 Jahren ein Eigenheim wünschen. Auffallend dabei sei, dass sich vor allem auch jüngere Generationen, besonders die 20 bis 29-Jährigen, Wohneigentum wünschten, heisst es in einer Mitteilung der Scout24 Gruppe vom Mittwoch.

In der Realität sieht allerdings alles etwas anders aus: Die meisten Menschen hierzulande wohnen nämlich zur Miete. «Die Tragbarkeitsrechnung mit einem Zinssatz von 5 Prozent übersteigt oft die Möglichkeiten», erklärt Jan Hinrichs, Geschäftsführer von FinanceScout24, in dem Communiqué.

Auch die Hürde von 20 Prozent Eigenkapital sei für viele unüberwindbar, so Hinrichs weiter. Dazu kämen die steigenden Immobilienpreise.

Veränderung der Wohnsituation gewünscht

Auch wenn für viele eine eigene Wohnung oder ein Haus nicht drin liegt, wollen die Schweizerinnen und Schweizer ihre Wohnsituation verbessern. Seit Beginn der Pandemie sehen sich mehr Leute nach einer neuen Wohnungen um. Die Suchanfragen hätten sich seit Mai 2019 verdoppelt, schreibt die Scout24 Gruppe.

Auch die Seitenbesuche auf der Immobilienplattform Immoscout24 hätten deutlich zugelegt: Im November 2020 lag der Wert mit über 7,4 Millionen Besuchern um 30 Prozent höher als im Jahr davor.

Grosse Eigentumswohnungen sind gefragt

Wer sich doch ein Eigenheim leisten kann, sucht vor allem nach viel Platz: Laut der Mitteilung müssen Wohnungen mindestens 91 Quadratmeter haben, damit sie die meisten potenziellen Käufer anziehen. Ein solcher Trend zu grossen Wohnungen und Häusern zeige sich beim Immobilienkauf allerdings schon seit 2017, heisst es.

Mieter bevorzugen hingegen mittelgrosse Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 51 und 90 Quadratmetern. Wichtiger als die Grösse sei allerdings immer noch die Lage, so die Scout24 Gruppe weiter. Dabei spiele vor allem die Distanz zum Arbeitsplatz eine wichtige Rolle.

Seit Beginn der Coronapandemie habe sich zudem die Nachfrage nach einem Balkon mit zusätzlichen 1,4 Millionen Suchanfragen deutlich erhöht. Zudem zeige sich ein fortschreitender Trend hin zu nachhaltigen Wohnungen mit Minergiestandard.

Quelle: sda
veröffentlicht: 30. Juni 2021 10:20
aktualisiert: 30. Juni 2021 10:51