Lebensmittel

Schweizer würden mehr bezahlen, um Food Waste zu reduzieren

22. Februar 2022, 12:34 Uhr
Die meisten Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz unterstützen eine strenge Regulierung von Food Waste, selbst wenn dadurch Lebensmittel teurer würden. Allerdings gilt dies nur, wenn strenge Reduktionsziele festgelegt und diese transparent überwacht werden.
Pro Kopf und Jahr landen in der Schweiz 300 Kilogramm einwandfreie Lebensmittel in der Mülltonne: Essensreste und andere Abfälle in einem Mülleimer. (Themenbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Schweiz hat sich verpflichtet, die Nahrungsmittelverluste pro Kopf bis 2030 zu halbieren. Dass Handlungsbedarf besteht, zeigen Zahlen zur Umweltbelastung von Food Waste: Weggeworfene Lebensmittel sind für mindestens acht Prozent der weltweiten, menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich, für zwanzig Prozent des Süsswasserverbrauchs und für dreissig Prozent der landwirtschaftlichen Bodennutzung.

Dass zumindest Menschen in Ländern mit hohem Einkommen für die Erreichung dieses Ziels sogar mehr bezahlen würden, geht aus repräsentativen Umfragen unter 3329 Schweizerinnen und Schweizern hervor. Die Politik kann sich demnach mit einer angemessenen Gestaltung und Begründung von Vorschriften zur Verhinderung von Food Waste die Unterstützung der Bevölkerung sichern, wie ETH-Forscher im Fachmagazin «Nature Food» berichten.

«Ein wichtiger Grund für diese Bereitschaft scheint das Bestehen einer starken Norm gegen Food Waste zu sein», liess sich Erstautor Lukas Fesenfeld von der ETH Zürich und der Universität Bern in einer Mitteilung vom Dienstag zitieren. Dass man Lebensmittel nicht wegschmeisse, scheine fest im kollektiven Bewusstsein verankert zu sein.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Februar 2022 12:34
aktualisiert: 22. Februar 2022 12:34
Anzeige