Schweizer zieht es weg von der Heimat

Leila Akbarzada, 3. Mai 2017, 18:16 Uhr
Viele Schweizer zieht es weg aus ihrer Heimat: Dreiviertel der Befragten sind weggezogen von ihrer Heimat.
Viele Schweizer zieht es weg aus ihrer Heimat: Dreiviertel der Befragten sind weggezogen von ihrer Heimat.
© KEYSTONE/Urs Jaudas
Sind die Schweizer heimatverbunden? Die Antwort lautet Nein, glaubt man einer Studie zu Um- und Wegzügen. Derzufolge haben drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer ihre Heimat verlassen. Und auch viele Daheimgebliebene träumen vom Ortswechsel.

Sesshaft, heimatverbunden, immer im gleichen Dorf? Weit gefehlt, wer denkt, dass dieses Bild dem typischen Schweizer oder der typischen Schweizerin entspricht. Denn eine Studie von immowelt.ch zeigt: 74 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer leben nicht mehr dort, wo sie aufgewachsen sind. Man ist mobiler denn je in der Schweiz, heisst es in der Studie.

Jeder Dritte der Weggezogenen (38 Prozent) hat seine Heimat wegen der Ausbildung oder einem neuen Job verlassen. Aber auch Amor mischt sich in die Wohnsituation ein: Ebenfalls 38 Prozent der Befragten haben wegen der Liebe ihren Wohnort verlassen.

Bei den Daheimgebliebenen wäre auch die Liebe der Hauptgrund, warum sie wegziehen würden. 35 Prozent gaben an, dass sie wegen der Partnerin oder dem Partner den Ort, an dem sie aufgewachsen sind, verlassen würden. Generell scheinen die Sesshaften jedoch offen zu sein für einen Ortswechsel: Nur 22 Prozent geben an, die Heimat niemals verlassen zu wollen.

Bei denen, die weggezogen sind, sieht das anders aus: 54 Prozent geben an, dass es keinen Grund gibt, in ihre Heimat zurückzukehren. Und daran würde dann die Liebe bzw. verflossene Liebe auch nichts ändern: Nur 11 Prozent geben an, zurückzukehren in ihre Heimat, falls es zur Trennung mit der Partnerin oder dem Partner kommen sollte.

Leila Akbarzada
Quelle: red
veröffentlicht: 3. Mai 2017 18:16
aktualisiert: 3. Mai 2017 18:16