Schweiz

Schweizerinnen und Schweizer geben mehr Geld für Luxusferien aus

Trotz Krise

Schweizerinnen und Schweizer geben mehr Geld für Luxusferien aus

· Online seit 25.12.2022, 09:07 Uhr
Obwohl das Leben allgemein teurer wird und auch die Nebenkosten steigen, sparen die meisten Schweizerinnen und Schweizer bei den kommenden Reiseplänen nicht. Sie geben sogar mehr aus als vor Corona.
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Die Feiertage sind angebrochen und damit auch die Ferientage. Doch statt den Gürtel zum Ende des Jahres enger zu schnallen, werden die freien Tage durchaus fleissig genutzt, um die Frühjahrs- und Sommerferien fürs nächste Jahr zu buchen. Und dabei wird so richtig aus den Vollen geschöpft, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.

Eine Umfrage unter den grossen Schweizer Reiseanbieter zeigen, dass beim Reisen nicht gespart werde, heisst es weiter. Und das trotz Inflation und Energiekrise. Vor allem teure Hotelkategorien und lange Feriendauern seien aktuell sehr beliebt. Für die kommenden Ferien werde sogar mehr ausgeben als vor Corona.

Viel Geld gespart

Über ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer will 2023 sein Ferienbudget aufstocken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Reiseanbieters Kuoni. Knapp die Hälfte will am bisherigen Budget festhalten und lediglich 21 Prozent gaben an, den Gürtel enger schnallen zu wollen. Die meisten Befragten planen entweder Europareisen in Städte oder an Strände. Vor allem für die Monate April und Juli seien bereits «regelmässige Buchungseingänge» verzeichnet worden. Die Menschen setzen wieder weniger auf kurzfristige Buchungen, sagt Sprecher Markus Flick zur Zeitung.

Die Ferienausgaben seien höher im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Und nicht nur, weil Hotels als auch Flüge mehr kosten. «Die Kundinnen und Kunden buchen tendenziell höhere Kategorien – etwa in Hotels– , als dies noch bis 2019 der Fall war», so Flick. Ein Nachholbedarf an Reisen bestünde weiterhin, darüber hinaus haben die meisten in den letzten zwei Jahren viel Geld gespart.

Topziele 2023

«Kundinnen und Kunden geben für ihre Ferien im Durchschnitt 10 bis 20 Prozent mehr aus als noch vor der Pandemie», heisst es dazu bei TUI Schweiz. Auffällig ist dabei auch, dass viele auf eine längere Reisedauer setzen würden. Auch luxuriöse Feriendestinationen wie die Malediven stünden hoch im Kurs. Dass tendenziell mehr für Ferien ausgegeben wird als vor Corona, bestätigt auch die Migros-Tochter Hotelplan gegenüber der «Sonntagzeitung».

Einige Reiseziele werden aktuell sogar besser gebucht als noch vor drei Jahren. Laut TUI Schweiz und Hotelplan gehört Griechenland zu den Top-Reisezielen 2023. Gefolgt von den Balearen, der Türkei und den USA sowie Kanada.

Trend geht zu längeren Reisen

Der Reiseanbieter Globetrotter setzt auf andere Ziele: «Neben Ländern in Europa werden Fernziele wie Zentral- und Südamerika und vor allem das südliche Afrika gut nachgefragt. Auch Thailand oder Nepal würden wieder auf gutem Niveau gebucht», meint Globetrotter-Chef André Lüthi. Auch stünden Neuseeland und Australien seit der Öffnung wieder bei vielen auf der Liste.

Waren es in den letzten Jahren vermehrt Kurztrips, beobachtet der Globetrotter-Chef einen Trend zu längeren Reisen. Er bemerke ein Umdenken bei den Konsumenten. Zum einen wegen der Klimaproblematik, zum anderen auch, weil sie einige während der Pandemie Gedanken zu ihrem Konsumverhalten gemacht hätten. «Eine lange Reise pro Jahr, gut vorbereitet auf Land, Leute und Kultur», fügt Lüthi an.

Hast du schon deinen Urlaub gebucht? Verrate uns dein Ferienziel 2023 in den Kommentaren. 

(sib)

veröffentlicht: 25. Dezember 2022 09:07
aktualisiert: 25. Dezember 2022 09:07
Quelle: ArgoviaToday

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