Siebenjähriger die Brust gegeben - Freispruch

René Rödiger, 25. Januar 2017, 14:06 Uhr
Die Angeklagte soll dem Kind die Brust gegeben haben, obwohl sie schon abgestillt hatte (Symbolbild).
Die Angeklagte soll dem Kind die Brust gegeben haben, obwohl sie schon abgestillt hatte (Symbolbild).
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Eine Mutter soll ihrer Tochter, bis diese sieben Jahre alt war, die Brust gegeben haben. Auch nach dem Abstillen. Vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs wurde die Frau nun vom Bezirksgericht in Dietikon freigesprochen.

Das Gericht sprach der Frau 558 Franken Schadenersatz und 2000 Franken Genugtuung zu. Die Anklage lautete auf mehrfache Schändung und mehrfacher sexueller Handlung mit Kindern. Der Staatsanwalt beantragte eine bedingte Geldstrafe von 280 Tagessätzen zu 30 Franken.

Die Frau hat ihr Mädchen im Alter von vier bis sieben Jahren an ihrer Brust nuckeln lassen. Gemäss Anklage ging es dabei nicht ums Stillen. Die Mutter hatte schon zuvor abgestillt. Die Anklage bezieht sich auf Vorfälle, die sich vom Herbst 2011 bis Ende 2014 in der Familienwohnung zugetragen haben sollen. Der Mann hatte Anzeige erstattet, nachdem die Frau mit der gemeinsamen Tochter aus der Wohnung ausgezogen war.

Die Frau wies die Vorwürfe stets zurück. Der Hintergrund der Anzeige sei ein «hochstrittiger Trennungskonflikt».

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 25. Januar 2017 12:09
aktualisiert: 25. Januar 2017 14:06