«Bird Strikes»

So verhindern die Flughäfen in der Region Vogelschläge

14. Februar 2022, 17:24 Uhr
In 2021 wurden insgesamt mehr Vogelschläge verzeichnet, als in den beiden Jahren davor. Um die Vögel zu schützen, werden von den Flughäfen verschiedene, zum Teil aussergewöhnliche Massnahmen ergriffen.
im Jahr 2021 wurden vermehrt Vogelschläge festgestellt.
© Getty

«Bird Strikes» haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Damit sind Zusammenstösse von Vögeln und Flugzeugen gemeint. Da Flughäfen mit ihren grossen Grünflächen besonders attraktiv für Vögel sind, müssen Massnahmen ergriffen werden, um die Vögel davon fernzuhalten.

Habitatmanagement als Kerngebiet

«Der Lebensraum am Flughafen soll so gestaltet werden, dass er für Vögel möglichst unattraktiv ist», sagt Dominik Konrad, Leiter des Wildtiermanagements am Flughafen Zürich. Die Wildhüter am Flughafen sind vor allem dazu da, um Vogelschläge zu vermeiden und so für einen reibungslosen Flugverkehr zu sorgen.

Das «Habitat» im Flughafengebiet Zürich besteht aus Wiesen, Wald und auch einem Naturschutzgebiet mit Moor und Wasserflächen. Alles attraktive Orte für Vögel und andere Wildtiere. «Bei uns geht es darum, den Spagat zwischen reibungslosem Flugverkehr und Tierschutz zu finden», sagt Lutz.

Mähzeiten, Nahrungskonkurrenten und Spikes

Um die Vögel vom Flugverkehr fernzuhalten, werden verschiedene Methoden benutzt. So wird zum Beispiel das Gras möglichst lange stehengelassen und nicht gemäht. «Kleinsäugetiere, die potenzielle Beute für Greifvögel sind, können sich im hohen Gras besser verstecken. Damit kann verhindert werden, dass die Vögel am Flughafen jagen», so Konrad.

Neben den Vögeln gibt es auch weitere Tiere, auf die am Flughafen geachtet wird. Insbesondere Nahrungskonkurrenten sind besonders wichtig und werden gefördert. «Wiesel und Füchse sind am Flughafen sehr hilfreich. Sie fressen Mäuse, was wiederum gut ist, um die Vögel fernzuhalten», sagt Konrad. Ebenso werden Flächen, auf denen Vögel einen guten Überblick hätten, mit Spikes oder Drähten gesperrt.

Am Flughafen Altenrhein wird gleich verfahren

«Wir haben nationale Bestimmungen, die wir einhalten. Damit können wir die Vögel sehr gut schützen», sagt Thomas Krutzler, CEO des Flugplatz St.Gallen-Altenrhein. In den letzten zwei Jahren haben sie keine aussergewöhnlichen Ausschläge bei den Vogelschlägen verzeichnet. «Unseren Vögeln geht es sehr gut», so Krutzler.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. Februar 2022 22:23
aktualisiert: 14. Februar 2022 22:23
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